Aiblinger bei Heidi Klums Topmodel-Show

von Redaktion

Am heutigen Mittwoch kämpft Gerhard V. (57) aus Bad Aibling bei „Germany’s Next Topmodel“ um den Einzug in die nächste Runde. Dem OVB gibt er vorab Einblicke in sein Privatleben und erzählt, wie es ist, vor Heidi Klum zu laufen.

Bad Aibling – Markanter Blick, charismatisches Lächeln, sympathische Ausstrahlung. In der Auftaktfolge der diesjährigen Staffel von „Germany’s Next Topmodel“ hat Gerhard V. aus Bad Aibling nicht nur Heidi Klum begeistert. Mit 57 Jahren hat der gelernte Grafikdesigner den Sprung ins Rampenlicht geschafft und sich damit einen Traum erfüllt. „Als ich 19 oder 20 war, wollte ich unbedingt in die Modebranche“, erinnert sich Gerhard im Gespräch mit dem OVB. Nun, viele Jahre später, hat er genau dieses Ziel erreicht – allerdings unter völlig anderen Bedingungen.

Reingeschnuppert in die
Welt des Modelns

Der gebürtige Münchner lebt seit mehr als 20 Jahren in der Kurstadt und ist hier unter anderem durch sein Atelier für das Design von Buchcover bekannt. Der Weg zum Modedesigner sei ihm als junger Mann zu langwierig erschienen. „Reingeschnuppert“ hat er dennoch in die Welt des Modelns, als er für die ein oder andere Werbekampagne angesprochen wurde. „Damals wurde noch analog fotografiert; dieses Geräusch habe ich als magisch empfunden“, sagt er. Doch irgendwann packte er die Welt der Mode in eine Schublade, schlug einen anderen beruflichen Weg ein und wurde Vater einer Tochter.

Als er nun mit Mitte 50 immer wieder ein paar Selfies auf Instagram hochlud und „nettes Feedback“ erhielt, sei irgendwann die Frage aufgekommen, ob er nicht mal bei Pro7 bei der Topmodel-Sendung mitmachen wolle. „Für mich stellte sich dann eher die Frage: ‚Warum nicht?‘“, erzählt Gerhard schmunzelnd. Sein Lebensgefährte Maurizio, seit Tag eins glühender Fan der TV-Show, sowie seine erwachsene Tochter motivierten ihn, „und so war es um uns geschehen“, erzählt der Aiblinger.

„Ich war
total geflasht“

Also bewarb er sich zusammen mit Maurizio und beide fuhren bereits Ende Juni 2025 zum offenen Casting nach Köln. „Ich war überrascht, wie viele Bewerber dort waren, wie groß die Motivation dabei war.“ Er selbst habe keinen Druck verspürt, wollte einfach nur Spaß haben. Als der Moment gekommen war und er plötzlich nach vorne laufen und sich Heidi Klum und Jean Paul Gaultier präsentieren musste, verspürte er dann aber doch eine besondere Aufregung, erzählt er.

„Dann hieß es, dass ich eine Runde weiter bin und ich war total geflasht“, sagt der Bad Aiblinger, den anschließend erst einmal eine Traube an Pressevertretern empfing. Er habe dann gedacht: „Ok, dann soll es so sein und wir tauchen in diese Geschichte ein.“ Er habe niemals damit gerechnet, sagt der 57-Jährige.

Heidi Klum
„sehr zugänglich“

Als positiv bezeichnet er den Austausch mit Heidi Klum, die „sehr zugänglich“ gewesen sei und von jedem Kandidaten etwas erfahren wollte. „Heidi hat dabei schon auch für Lockerheit gesorgt.“

Wie nun die erste Folge der aktuellen Staffel offenbarte, kam Gerhard erneut eine Runde weiter: „Maurizio hat sich total für mich gefreut.“ Ohnehin würden beide das Thema mit einer gehörigen Portion Gelassenheit und Humor behandeln. „Er meint zum Beispiel, dass er viel besser läuft als ich, ich mich hingegen nur von A nach B bewege“, erzählt Gerhard lachend.

Doch der Stolz überwiegt und auch seine Tochter Svenja ist glücklich über den Erfolg ihres Vaters. Gerhards Mutter, die das Format selbst gar nicht kannte, hätte dagegen völlig anders reagiert, insbesondere, als es um das Thema „Nacktshooting“ ging. „Da machen gut aussehende Leute mit – und auch Du“, hätte sie humorvoll zu ihrem Sohn gesagt. Und zum Nacktshooting: „Das will doch keiner sehen.“

Nun wartet am heutigen Mittwoch die nächste Hürde und Millionen Zuschauer werden ab 20.15 Uhr verfolgen können, ob Gerhard auch in die nächste Runde einziehen wird. Unabhängig vom Ausgang ist für den Aiblinger jedenfalls klar, dass er dem Thema Modeln nun „ein bisschen Raum geben“ möchte. „Mal schauen, was passiert“, sagt er und will in Zukunft etwa noch mehr Fotos auf Instagram hochladen. Zwar habe er nicht vor, Klinken bei sämtlichen Agenturen zu putzen. „Sollte aber jemand auf mich zukommen, bin ich da natürlich offen.“

Doch die Gelassenheit kann ihm dabei niemand nehmen, denn: „Ich würde mich nicht für irgendetwas runterhungern und mir ist auch klar, dass ich mit meinen 1,79 Meter oftmals viel zu klein bin.“

Für den Aiblinger eine
großartige Erfahrung

Für den Aiblinger, der nun immer wieder auf der Straße erkannt wird, ist die Teilnahme bei „Germany’s Next Topmodel“ jedenfalls eine großartige Erfahrung. „Das ist total cool und ich bin neugierig, will aber im Gegensatz zu vielen anderen jetzt kein Influencer oder Reality-Star werden“, betont er.

Sein Vorteil sei, in einer ganz anderen Lebensphase zu stecken und – anders als viele junge Teilnehmer – nicht den ganz großen Zukunftsdruck zu verspüren. Dies helfe, zumal die Modellbranche knallhart sein kann. „In dem Bereich braucht man grundsätzlich schon ein dickes Fell, weil man letztlich wie eine Kleiderstange funktionieren muss.“ Er genieße hingegen derzeit die vielen Komplimente und freue sich auf alles, was in dieser Richtung noch kommt.

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