„Komisches Vorgehen“

von Redaktion

Trotz mehrheitlicher Zustimmung gibt es Kritik an Planung für Schäfflerwirt-Areal

Vagen – Das seit Herbst vergangenen Jahres brachliegende Grundstück an der Hofmarkstraße in Vagen könnte bald zu einer Großbaustelle werden. Das ehemalige Gasthaus Schäffler ist längst abgerissen worden. Doch erst wenn die Pläne des Bauherrn alle Hürden genommen und die Zustimmung der Befürwortungsinstanzen erhalten haben, kann mit den Neubauten begonnen werden.

Der Antrag, der jetzt im Bauausschuss behandelt wurde, war überschrieben mit „Antrag auf Vorbescheid zum Neubau von drei Doppelhäusern, zwei Mehrfamilienhäusern und eines Gemeinschaftshauses mit Schützenstand“. Laut Bauverwaltung wird im Rahmen des Vorbescheids die Frage gestellt, „ob das Bauvorhaben hinsichtlich des Maßes der baulichen Nutzung bauplanungsrechtlich zulässig ist“.

Den Angaben zufolge sind die drei zwölf mal elf Meter großen Doppelhäuser im nördlichen Bereich des Grundstücks vorgesehen. Die zwei Mehrfamilienhäuser (22,2 mal elf Meter) sollen im mittleren Teil und das geplante Gemeinschaftshaus mit 24,5 mal 12,5 Metern soll im südlichen Teil entstehen.

Die dem Gremium gestellte Frage nach der bauplanungsrechtlichen Zulässigkeit wurde mit neun zu zwei Stimmen befürwortet. Nicht einverstanden waren Vitus Schaberl (Freie Wähler Gesamtgemeinde) und Bernhard Neumaier (CSU). Kernpunkt ihrer Verweigerung war die noch nicht geklärte Stellplatzfrage. Schaberl: „Grundsätzlich bin ich dafür, aber zuerst müssen die kompletten Unterlagen vorliegen.“ Auch Neumaier bemängelte das Fehlen der Stellplatzpläne und nannte diesen Antrag zeitlich ein „komisches Vorgehen“.

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