Nachruf

von Redaktion

Götting – Wenn die Rede von Menschen ist, die sich dem Ehrenamt verschrieben haben, dann darf der Name Josef Kiesl nicht fehlen. Von 1969 bis 1997, also fast 30 Jahre lang, hat der Schreinermeister die BRK-Bereitschaft Feldkirchen-Westerham geführt.

Schon im Alter von 20 Jahren trat er in die Sanitätskolonne ein und übernahm im Laufe der Zeit eine Reihe von Aufgaben. Jetzt ist Josef Kiesl im Alter von 87 Jahren verstorben. Seine letzte Ruhestätte hat er im Pfarrfriedhof in Götting gefunden. Der stattliche Trauerzug wurde angeführt von der Musikkapelle, dann folgten die Fahnen der Rot-Kreuz-Bereitschaften und der mit dem Verstorbenen befreundeten Vereine. Aber auch Begleiter seiner Hobbys, das waren im Sommer die Bienen und im Winter das Eisstockschießen. Vorausgegangen war ein gesanglich begleiteter Trauergottesdienst in der St.-Michael-Kirche, den Pfarrer Augustin Butacu feierte.

Der Priester erinnerte daran, dass Josef Kiesl ein Mann mit vielerlei Interessen und großer Hilfsbereitschaft war. „Für die Rettung von drei jungen Menschen aus einem verunfallten Auto verlieh ihm der damalige Ministerpräsident Franz Josef Strauß die Rettungs-Medaille des Freistaates Bayern“, sagte der Pfarrer. Ehrende Worte sprach das Bayerische Rote Kreuz. „Über vier Jahrzehnte war Josef Kiesl als Ausbilder tätig. Er war für viele Generationen von Rotkreuzlern Vorbild, Ratgeber und Kamerad. Kiesls große Verdienste wurden mit der BRK-Ehrennadel und dem Ausbilder-Ehrenzeichen, jeweils in Gold, gewürdigt.“

Im Namen der Gemeinde Feldkirchen-Westerham betonte Dritter Bürgermeister Josef Hupfauer das ausgeprägte Pflichtbewusstsein und den unermüdlichen Einsatz Josef Kiesls für seine Mitmenschen. „Mit Kiesl verlieren wir eine hochgeschätzte Persönlichkeit, einen Vorbildmenschen.“ Für seine außerordentlichen Verdienste verlieh ihm die Gemeinde Feldkirchen-Westerham schon 1996 die Bürgermedaille. me

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