Bad Aibling/Willing – Die Arbeiten für den Erweiterungsbau der Willinger Feuerwehr befinden sich auf der Zielgeraden. Nach der jüngsten Baubesprechung mit der Stadtverwaltung geht Michael Krimplstötter, der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, von einer Fertigstellung der Außenanlagen im April aus. Wegen der Finanzknappheit der Stadt werden die Malerarbeiten im Innenbereich des Gebäudes jedoch auf 2027 verschoben.
Mehr Platz für Material und Mannschaft
Der Planung der Feuerwehr für die Verlagerung von Einsatzmaterial, das vom Gerätehaus in den Anbau ausgelagert werden soll, tut dies jedoch keinen Abbruch. „Noch in der Fastenzeit fangen wir mit dem Umzug an“, berichtet Krimplstötter.
Insgesamt vier neue Garagen stehen der Wehr in dem Gebäude zur Verfügung. Eine davon soll als Vereinslager genutzt werden. Auf der restlichen Fläche bringe man künftig Sandsäcke und das mobile Dämmsystem für den landkreisweiten Hochwasserschutz unter, berichtet der Vorsitzende. Der dadurch gewonnene Platz im Gerätehaus wird dann als Umkleide für die aktiven Feuerwehrmänner genutzt.
Nachhaltige Lösung
spart Kosten
Kommandant Christian Sallaba ist froh darüber, dass die Raumnot im Feuerwehrhaus ein Ende hat, und möchte den Umzug schrittweise vollziehen. Zunächst seien das Auslagern der Sandsäcke und der Einbau von Regalen im neuen Gebäude vorgesehen. „Wie viel Zeit wir insgesamt brauchen, bis alles abgeschlossen ist, kann ich im Moment nicht sagen“, so Sallaba.
Bei der Bürgerversammlung im vergangenen Jahr hatte Bürgermeister Stephan Schlier die Kosten der Baumaßnahme auf etwa 100.000 Euro beziffert und vor allem auch deren Nachhaltigkeitscharakter hervorgehoben.
Dass die Stadt mit dem Projekt zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen kann, hatte sich bereits im April 2024 abgezeichnet. Damals begannen die Sanierung und Erweiterung des Bad Aiblinger Feuerwehrhauses, die 2030 abgeschlossen sein sollen. Bereits bei der Planung der Maßnahme stellte sich heraus, dass sie ein vorhandenes Bauteil mit drei Fertiggaragen überflüssig macht, das bisher von den Floriansjüngern genutzt wurde.
„Schnell war klar, dass wir mit der Umsetzung dieses Gebäudeteils die jetzige Raumnot im Willinger Feuerwehrhaus beenden und zugleich Geld sparen können“, sagte der Rathauschef kürzlich bei einem Ortstermin.
Neue Stellplätze
für die Einsatzkräfte
Bei dieser Gelegenheit hatte Johanna Flohr-Seubert, Sachgebietsleiterin für Hochbau in der Stadtverwaltung, zudem darauf hingewiesen, dass im Zuge der Baumaßnahme in Willing auch ein halbes Dutzend zusätzlicher Stellplätze für Einsatzkräfte entstehe.
Der Feuerwehrvorsitzende Michael Krimplstötter zeigt sich mit der Umsetzung des Projektes jedenfalls sehr zufrieden und hat ein dickes Lob für Aiblings Bürgermeister Stephan Schlier, den Bauhof und das Bauamt parat. „Die haben sich wirklich sehr für uns eingesetzt. Ich bedanke mich für die reibungslose Zusammenarbeit“, betont er.