Nachruf

von Redaktion

Bruckmühl – Trauer und Bestürzung hat der Tod von Hubert Kerschl aus dem Bruckmühler Ortsteil Ried hervorgerufen, der im Alter von nur 52 Jahren jäh aus dem Leben gerissen wurde.

Kerschl wurde 1973 in Bruckmühl geboren und erlernte nach seiner Schulzeit in Götting den Beruf des Landwirts. 2004 übernahm er den elterlichen Hof in Ried bei Götting, den sein Großvater 1957 erworben hatte.

2005 schloss er mit seiner Frau Irmi den Bund der Ehe, aus dem 2007 Sohn Marinus hervorging. Mit viel Ehrgeiz, Kraft und Mut baute er zusammen mit seiner Ehefrau den heute weit über Götting hinaus bekannten „Kerschl´s Geflügelhof“ mit eigenem Hofladen auf.

Im Laufe der Jahre entstand unter anderem ein neuer Hühnerstall und das Geflügelangebot wurde mit Enten und Gänsen erweitert. „Hubert arbeitete gerne mit Tieren und hatte ein besonderes Gespür, Feinsinn und Wissen. Er war ein Mensch, der immer neue, gute Ideen und Pläne im Kopf hatte. Es gab nie einen Stillstand. Es wurde immer gebaut und betoniert, egal ob bei seinem Bruder, Freunden oder zuhause. Denn er war für alle die treibende Kraft und er wollte, dass alles in Zukunft ‚einfacher‘ zum Arbeiten ist“, berichtet Irmi dem Mangfall-Boten und fügt hinzu: „Für mich war Hubert ein guter, liebevoller, treuer, verständnisvoller Ehemann und eine starke Schulter in allen Lebenslagen. Wir ergänzten uns gut. Trotz der vielen Arbeit liebten wir es, zusammen in die Berge zu fahren, zu wandern und anschließend in die Alm einzukehren und die Weite der Berge zu genießen. Für unseren Sohn Marinus war Hubert der beste Papa und Spezl zugleich, mit dem man alles machen konnte. Er bezog unseren Sohn schon von klein auf, spielerisch, mit Spannung und ohne Zwang, in die alltäglichen Hofarbeiten mit ein. Beide hatten ein sehr inniges Verhältnis und die gleichen Hobbies: das Arbeiten auf dem Hof und im Wald. Hubert war die Familie sehr wichtig, für seine Geschwister, für seine Nichten und Neffen hatte er immer ein offenes Ohr und einen guten Rat.“

In seiner Jugend war der Verstorbene tief verbunden mit dem Burschenverein Götting, auch als Vorstand, und schwärmte bis jetzt noch vom berühmten „Meterfest“. Seit Jahrzehnten war er außerdem aktiv bei der Göttinger Feuerwehr. Viele Jahre war er in der Vorstandschaft tätig und prägte als Jugendleiter mit Leib und Seele die Jugendfeuerwehr. Auch im Göttinger Trachtenverein „Eichenlaub“ engagierte er sich und wurde vor wenigen Monaten zum Vorsitzenden gewählt.

Hubert war sehr verwurzelt und engagiert in der Dorfgemeinschaft Götting. Nun hat das Herz von Hubert plötzlich aufgehört zu schlagen und er hinterlässt eine große Lücke in der Familie, im Betrieb und in der Dorfgemeinschaft. bjn

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