Freundschaft über Grenzen

von Redaktion

Die Kolpingsfamilien aus Bad Aibling und Surany verbindet ein Doppeljubiläum. Während die slowakische Partnergemeinde ihr 30-jähriges Bestehen feiert, währt die Freundschaft seit 25 Jahren. Eine Delegation aus Bad Aibling reiste nun zum Festakt in die Slowakei.

Bad Aibling/Surany – Seit 30 Jahren existiert in Surany in der Slowakei eine Kolpingsfamilie, seit 25 Jahren pflegt diese freundschaftliche Kontakte zur Kolpingsfamilie Bad Aibling. Zur Feier des Doppeljubiläums reiste kürzlich eine Delegation des Bad Aiblinger Vereins in die Slowakei.

Ein Geschenk als Zeichen
der Verbundenheit

Mit einem Gottesdienst in der Kirche Sankt Stephan und einem Festakt in der ehemaligen Synagoge der Stadt, die jetzt als Kulturhaus und Museum dient, wurde an die Vereinsgründung und den Beginn der Partnerschaft erinnert. Beim Festakt kam auch zur Sprache, dass bereits zu Lebzeiten von Adolph Kolping, dem 1865 in Köln verstorbenen Gründervater der internationalen Kolping-Bewegung, in der heutigen Slowakei fünf Gesellenvereine ins Leben gerufen worden waren.

Mithilfe der Erzdiözese München und Freising wurde die Kolpingarbeit in dem osteuropäischen Land seit 1994 kontinuierlich wiederbelebt, ab 1998 warb der Kolping-Diözesanverband für Partnerschaften. Erste Kontakte in die Slowakei knüpfte der verstorbene Kolping-Ehrenvorsitzende Jakob Liegl. Maßgeblich daran beteiligt, dass die freundschaftlichen Bande zwischen den beiden Vereinen im Jahr 2001 einen offiziellen Charakter erhielten, waren neben Liegl der ebenfalls bereits verstorbene Bad Aiblinger Kolping-Ehrenvorsitzende Alfons Baumann, Stadtrat Erwin Kühnel, die ehemalige Kolping-Vorsitzende Margot Sibbers sowie das langjährige Kolping-Mitglied Franz Bründl.

Präses Hans Holzner segnete damals bei einem Gottesdienst in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt das neue Banner, welches die Bad Aiblinger der Kolpingsfamilie Surany als Partnerfamilie gespendet hatten.

Ein historischer Augenblick, an den Resi Dietrich beim Festakt in Surany in ihrer Ansprache unter anderem erinnerte. Auch anlässlich des Jubiläums kamen die Aiblinger nicht mit leeren Händen in die Slowakei. Kurt Kehl überreichte im Namen der örtlichen Kolpingsfamilie einen Scheck in Höhe von 1.000 Euro als Geburtstagsgeschenk.

Der Betrag soll für soziale Zwecke verwendet werden. Alzbeta Danielová, die Kolpingvorsitzende von Surany, freute sich sehr über die Zuwendung und bedankte sich mit herzlichen Worten bei den Aiblingern.

„Wir haben jetzt das Erbe der Gründer angetreten und führen es fort. Wenn wir Euch begegnen dürfen, freuen wir uns immer sehr“, sagte Resi Dietrich bei der Scheckübergabe. „Möge Gott uns mit seinem Segen begleiten, damit wir auch in Zukunft gut zusammenarbeiten“, so Dietrich weiter.

Alzbeta Danielová versicherte, man wisse diese Geste der Verbundenheit in besonderer Weise zu schätzen. Auch sie brachte den Wunsch zum Ausdruck, „dass unsere Verbindung noch viele Jahre lebendig bleibt und wir unsere Freundschaft weiter pflegen können“. Die nächste Gelegenheit zu einem Zusammentreffen fasst Resi Dietrich ins Auge, wenn der Bad Aiblinger Verein im kommenden Jahr sein 140-jähriges Bestehen feiern kann.

Blick in die
gemeinsame Zukunft

„Das würde sich anbieten“, so Dietrich, die sich zusammen mit Kurt Kehl für die Gastfreundschaft bedankte, die die Bad Aiblinger Delegation in Surany genoss. Sie war nicht nur zu einem festlichen Abendessen eingeladen, sondern durfte auch noch die Therme der Stadt kostenlos besuchen. Als Erinnerungsgeschenk an das Zusammentreffen gab es für alle Teilnehmer aus der Kurstadt eine Weinflasche, die ein Kolpingsymbol zierte.

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