Metzgerei Katzmayr weicht Wohnraum

von Redaktion

Bauausschuss Feldkirchen-Westerham beschließt Änderungen zu Bebauungsplan

Feldkirchen-Westerham – Wer von Feldkirchen über den Kellerberg in Richtung Aufham fährt, hat sich schon daran gewöhnt. Linkerhand, wo viele Jahrzehnte die weit und breit bekannte Metzgerei Katzmayr stand, ist das rund 3000 Quadratmeter große Gelände geebnet worden. Schon vor mehreren Jahren wurden das Wohn- und Geschäftshaus und die Nebengebäude abgebrochen und das in Richtung Norden leicht ansteigende Grundstück zur Bebauung vorbereitet.

Corona und
weitere schwierige Jahre

Ein Investor aus der Wohnungsbranche hatte große Pläne, circa 30 Wohnungen sollten gebaut werden. Mit „Wohnen im Obstgarten“ hatte das Projekt sogar schon einen eigenen Namen bekommen. Von „lichtdurchfluteten Häusern, eingebunden in ein geschwungenes Fußwegenetz“, war damals die Rede. Dann kamen Corona und weitere schwierige Jahre. Das Bauvorhaben wurde schon vor dem eigentlichen Beginn eingestellt. „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“, sagt ein altes Sprichwort, und jetzt soll es am Fuße des Kellerbergs weitergehen. Wieder unter dem eigentlichen Namen „Nördlich der Höhenrainer Straße“.

Der Feldkirchen-Westerhamer Bauausschuss hatte sich in seiner jüngsten Sitzung mit der siebten Änderung dieses Bebauungsplanes zu befassen, wenngleich die damalige Planung grundsätzlich bleibt. Das heißt, dass weiterhin drei Geschosswohnungsbauten und ein Einfamilienhaus mit zusammen 33 Wohneinheiten vorgesehen sind. Dazu müssen die erforderlichen Kfz-Stellplätze und auch die Fahrradabstellplätze angelegt werden.

Die Änderung betraf auch einige maßliche Korrekturen und die Berichtigung der Abstände. Zudem wurden weitere Auflagen gefasst und die Änderung des Bebauungsplanes mit 9:2 mehrheitlich gegen die Stimmen der beiden „Grünen“-Räte Elisabeth Spielmann und Thoms Henties beschlossen. Auf Nachfrage sagte Spielmann: „Wir wollten ein Zeichen setzen, dass unsere Bitte, bei einem neuen Bebauungsplan auch an die Menschen zu denken, die weniger Geld haben und damit die soziale Einstellung auch im Gemeinderat wieder mehr Gewicht bekommt“.

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