Zigarettenkippen sind auch kein Kavaliersdelikt

von Redaktion

Zum Bericht „Das stinkt zum Himmel: Darum sorgt Hundekot in Bruckmühl jetzt für einen Haufen Ärger“ (Lokalteil):

Mit Verwunderung stelle ich fest, dass man sehr ausführlich und deutlich auf die Hinterlassenschaft der Hunde aufmerksam macht, andere Verschmutzungen jedoch duldet. Mich ärgern die überall weggeworfenen Zigarettenkippen inzwischen mehr als Hundekot.

Am vergangenen Wochenende habe ich vor meinem Haus an der Heufelder Straße 6 auf einer Länge von rund 50 Metern über 70 Zigarettenkippen aufgesammelt. Während Hundebesitzer in den vergangenen Jahren zunehmend sensibilisiert wurden und vielerorts Hundekotbeutel selbstverständlich geworden sind, scheint das achtlose Wegwerfen von Zigarettenstummeln für viele Raucher noch immer als „normal“ zu gelten. Dabei sind Zigarettenkippen keineswegs harmlos. Sie enthalten zahlreiche Schadstoffe wie Nikotin, Schwermetalle und andere giftige Rückstände, die beim Kontakt mit Regenwasser ins Grundwasser gelangen können. Anders als Hundekot, der biologisch abbaubar ist, bestehen Filter meist aus Kunststoff und zersetzen sich nur sehr langsam. Sie belasten somit langfristig unsere Umwelt.

Besonders besorgniserregend ist zudem die Gefahr für Kinder. Auf Spielplätzen, Gehwegen oder in Parks landen die kleinen Stummel oft genau dort, wo Kinder spielen. Kleinkinder nehmen Gegenstände schnell in den Mund – eine Zigarettenkippe kann dabei ernsthafte gesundheitliche Folgen haben.

Ich wünsche mir daher mehr Verantwortungsbewusstsein von Rauchern sowie konsequentere Kontrollen und Bußgelder durch die zuständigen Behörden. Unsere Umwelt und die Gesundheit unserer Kinder sollten uns allen wichtiger sein als Bequemlichkeit.

Peter Buchbauer

Bruckmühl

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