Brandursache in Kfz-Werkstatt in Au noch völlig unklar

von Redaktion

Ermittlungen nach Großbrand laufen weiter – Fahnder entnehmen und untersuchen Schutt

Bad Feilnbach – Seit zwei Tagen arbeiten die Brandfahnder der Kriminalpolizei Rosenheim nun in den Trümmern, die der Großbrand am vergangenen Dienstagmorgen im Bad Feilnbacher Gemeindeteil Au hinterlassen hat. An jenem Vormittag geriet eine Kfz-Werkstatt in einem Gewerbegebiet in Vollbrand. Auch umliegende Gebäudeteile wurden teils stark beschädigt. Die Flammen hielten dabei weit über 250 Einsatzkräfte den ganzen Dienstag über in Atem. Bis zum nächsten Morgen kontrollierten Feuerwehren zudem noch potenzielle Glutnester, wie die Feuerwehr Au gegenüber dem OVB mitgeteilt hatte. Der entstandene Sachschaden wird sich ersten Schätzungen zufolge im siebenstelligen Bereich bewegen, verletzt wurde niemand. Doch wenige Tage danach stellt sich vor allem die Frage, wie es überhaupt zu dem verheerenden Brand kommen konnte.

Die genauen Umstände zur Brandursache sind Gegenstand der laufenden kriminalpolizeilichen Untersuchungen. Beim Polizeipräsidium Oberbayern Süd gibt es auf die Frage, wie das Feuer ausbrechen konnte, deshalb am Donnerstag (26. Februar) noch keine abschließende Antwort. „Es sind sehr umfassende Ermittlungen“, erklärt Polizeisprecherin Lisa Maier auf OVB-Anfrage. Zu konkreten Ermittlungsergebnissen wird man aktuell noch nicht viel sagen können. Maier rechnet damit, dass es Wochen dauern könnte, bis eindeutige Erkenntnisse vorliegen.

„Es sind dabei viele Umstände zu berücksichtigen“, sagt die Sprecherin. Derzeit würden „Spuren unterschiedlichster Art sichergestellt“. Unter anderem werden Teile des „Brandschutts“ entnommen, eingeschickt und untersucht. „Das ist natürlich nur ein Teil der umfangreichen Ermittlungen, aber dies wird alles eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen.“ Genauere Auskünfte hingen dann von entsprechenden Gutachten und Untersuchungen ab. Auch für die Frage, ob Brandstiftung im Raum steht oder ausgeschlossen werden kann, sei es zum aktuellen Zeitpunkt noch zu früh. „Auch hier können wir derzeit nichts bestätigen oder dementieren.“

Unklar ist überdies noch, was sich ursprünglich überhaupt entzündet hatte. Auch wenn man bei einer Kfz-Werkstatt automatisch von einem Fahrzeugbrand ausgehen könnte, sei dies ebenso noch nicht geklärt, betont die Polizei. Klar ist dagegen mittlerweile, wer das Feuer am Dienstagmorgen entdeckt und den Notruf alarmiert hat. „Der Brand wurde vom Inhaber der Werkstatt mitgeteilt“, erklärt Lisa Maier.

Ein besonderes Risiko stelle der Brandort in Au indes nicht für die Ermittler dar. „Dadurch, dass das Dach abgedeckt wurde, besteht für die Ermittler keine besondere Gefahr.“ Dennoch sei bei entsprechenden Ermittlungsarbeiten immer äußerste Vorsicht geboten, betont die Polizeisprecherin. Nicolas Bettinger

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