Bruckmühl – Die 1951 gegründete Ortsgruppe der Schlesischen Landsmannschaft ist Geschichte. Nachdem der Auflösungsbeschluss bereits 2024 gefasst wurde (wir berichteten), oblag es dem stellvertretenden Vorsitzenden Hans Fößmeier nun die endgültige Abwicklung der Finanzen. Nachdem diese ein Jahr ruhen mussten, sodass keine Ansprüche mehr offen sind, erfolgte nun die finale Amtshandlung.
Bruckmühl war nach dem Krieg Heimat vieler Flüchtlinge. Die Schlesier haben sich nicht nur im Verein integriert, sondern auch in die einheimische Bevölkerung. Bei Muttertagsfeiern, Baudenfesten sowie Eisbeinessen und der Teilnahme am Volkstrauertag mit Kranzniederlegung sowie der Weihnachtsfeier wurde das Brauchtum der Schlesier in Erinnerung und Ehren gehalten.
„Das Aus betrifft zwar die Organisation, aber nicht unsere Gemeinschaft“, betonte Vorsitzende Bärbel Riemer bei der auflösenden Jahreshauptversammlung. Aus gesundheitlichen Gründen der Vorstandschaft und mangels Nachfolger war es zur Auflösung des Vereins gekommen.
Mit der Spendenübergabe von rund 372 Euro an die Gemeinde erfolgte nun der Schlussakkord. „Die Spende wird gemäß Satzung des Vereins zweckgebunden für die Brauchtumspflege oder die Bewahrung der Erinnerungskultur verwendet werden“, sicherte Bürgermeister Richard Richter bei der Übergabe zu. Damit endet eine 75-jährige Vereinsgeschichte.