Bruckmühl – Die bevorstehenden Kommunalwahlen am 6. März haben nun auch für Aufsehen in der Marktgemeinde Bruckmühl gesorgt. Rund um eine Informationsveranstaltung des Landratskandidaten Andreas Winhart, AfD, im Gasthaus „Brückenwirt“ haben sich am vergangenen Freitag ab 17.15 Uhr gut 70 besorgte Bruckmühler Bürger, darunter auch Familien, dem Aufruf der Grünen-Fraktion zur Mahnwache angeschlossen.
Laut Versammlungsleiter Stefan Mager sollte mit der Protest-Aktion unter dem Leitgedanken demokratische Grundwerte zu schützen, ein sichtbares Zeichen, unter anderem auch mit bunten Plakaten, gesetzt werden. Ziel war nicht eine Konfrontation mit dem politischen Gegenüber, sondern vielmehr, friedlich Haltung auf kommunaler Ebene zu zeigen und deutlich zu machen, wofür eine offene und pluralistische Gesellschaft steht.
Zu den Versammlungsteilnehmern gehörten auch 15 Mitglieder des Offenen Antifaschistischen Plenums Rosenheim. Ihre Botschaft, „Flagge zeigen gegen den Faschismus, klare Botschaft gegen Rechts“. Letztere wurde auch mit entsprechender Musik unterstrichen.
Vom Bruckmühler Marktgemeinderat beteiligten sich lediglich SPD/PU-Mandatsträger an der Demo. Das kontroverse Meinungsbild spiegelte sich auch beim vorbeifließenden Verkehr wider. Neben „Daumen- hoch-Zeichen“ gab es auch laute „AfD-Rufe“ aus offenen Fahrerfenstern. Für das Sicherheits-Back-up sorgten drei Streifen der Polizeiinspektion Bad Aibling. Mit Beginn der Veranstaltung um 19 Uhr im Gasthaus löste sich auch die Gegenveranstaltung auf der gegenüberliegenden Straßenseite auf. Fazit der eingesetzten Polizeikräfte: „Einwandfreier Ablauf, gänzlich störungsfrei“. tn