Gmoahof-Vorplatz erhält neues Gesicht

von Redaktion

Feldkreuz wird versetzt und saniert – Stauden und Büsche statt gefällter Bäume

Bad Aibling/Willing – Die Willinger Feuerwehr will zusammen mit dem Bauhof der Stadt Bad Aibling den Vorplatz des Gmoahofs neu gestalten. Mit der Maßnahme, deren Beginn noch nicht genau feststeht, sollen zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. „Das dort befindliche Feldkreuz ist bereits verwittert. Außerdem mussten zwei Bäume, die links und rechts neben dem Kreuz standen, gefällt werden. Wir wollen das Areal aufhübschen“, sagt Michael Krimplstötter, der Vorsitzende des Feuerwehrvereins.

Löschfahrzeuge können
leichter ausfahren

Kommandant Christian Sallaba freut sich darüber, dass mit der Maßnahme auch eine Veränderung der sogenannten „Schleppkurve“ in diesem Bereich einhergehen und somit die Ausfahrt der Löschfahrzeuge aus dem Gerätehaus im Einsatzfall erleichtert werden soll.

Die beiden Bäume, von deren Vorhandensein nur noch die Stümpfe zeugen, mussten Anfang Dezember vergangenen Jahres gefällt werden. „Die Birke wurde durch Schneedruck bereits im Dezember 2023 massiv beschädigt, der Ahornbaum ist aufgrund eines Sonnenbrandes und wegen Pilzbefalls im vorigen Jahr abgestorben“, nennt Stadtgärtnermeister Andreas Arnold den Grund für deren notwendige Beseitigung.

„Wir sehen darin eine Chance, die wir nutzen wollen“, sagt Michael Krimplstötter und spricht diesbezüglich von einem „sehr guten Austausch mit dem Bauhof“. Man sei sich einig, an dieser Stelle keine neuen Bäume, sondern Stauden und Sträucher zu pflanzen. Details müssten noch geklärt werden. Arnold schwebt vor, das Feldkreuz in Absprache mit der Feuerwehr etwas in Richtung Süden zu versetzen. Außerdem möchte er in diesem Bereich noch Blumenrabatte, Schotterrasen und eine Bank zum Verweilen anlegen. Die Bepflanzung könne zwischen Ende März und Mitte April erfolgen, so Arnold. Der Rasen werde dagegen wegen der bis dahin vorhandenen Frostgefahr frühestens Ende April angelegt.

Was mit dem Kreuz passiert, steht bereits fest. Michael Krimplstötters Vater will das in die Jahre gekommene Holzgebälk in seiner Schreinerwerkstatt sanieren. Für die Feuerwehr hat das Kruzifix einen hohen Symbolwert, wurde es doch anlässlich ihres 130-jährigen Bestehens aufgestellt, das die Wehr 1994 feiern konnte. Der im Vorjahr verstorbene Bad Aiblinger Stadtkämmerer Andreas Mennel, der damals Chronist der Feuerwehr war, berichtet in einem Eintrag vom 5. Mai 1995 von der Segnung des Kruzifixes durch den ebenfalls bereits verstorbenen Dekan Max Steinmaier. Er war seinerzeit für die Pfarrgemeinde Willing zuständig.

Der Einweihung ging demnach ein Festgottesdienst in der Willinger Kirche anlässlich des Floritages voraus. Zusammen mit Vertretern der Nachbarwehren Bad Aibling, Berbling, Ellmosen, Pullach und Harthausen sei man anschließend zu den Klängen der Willinger Musi zum Gmoahof gezogen, „wo das vom Gartenbauverein geschmückte Kreuz einen schönen Standplatz unter Bäumen bekommen hat“. Bei der Segnung brachte der Geistliche vor allem auch seine Freude darüber zum Ausdruck, dass das Kreuz „ohne einen Wink des Pfarrers“ aufgestellt worden sei.

Wie genau der Kurvenbereich vor dem Gerätehaus im Rahmen der Neugestaltung des Vorplatzes verändert werden soll, muss nach Auskunft von Kommandant Christian Sallaba ebenfalls noch im Detail geklärt werden.

Neupflanzungen
auch am Spielplatz

„Vielleicht lässt sich dessen Radius verbreitern. Für uns ist jedenfalls wichtig, dass wir bei Einsätzen leichter rausfahren und auch sicherer und bequemer rückwärts einparken können“, sagt der Kommandant.

Wenn Arnolds Mitarbeiter vor Ort sind, werden sie auch gleich am Spielplatz und im Bereich des Erweiterungsbaus des Feuerwehrhauses aktiv, die sich nördlich des Gmoahofs befinden. Am Spielplatz mussten nach Auskunft des Stadtgärtnermeisters dieser Tage ebenfalls zwei kranke Bäume gefällt werden. „Da nehmen wir eine Neupflanzung vor. Beim Erweiterungsbau stellen wir die Außenanlagen fertig“, erläutert Arnold.

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