Polizei sucht nach DNA-Spuren am Altartuch

von Redaktion

Bisher keine Zeugenhinweise nach Brandlegung in Sebastianikirche – Rund 500 Euro Schaden

Bad Aibling – Die Polizei hat bisher keinen Hinweis auf den Täter, der am Samstag, 21. Februar, das Altartuch am linken Seitenaltar der Sebastianikirche in Brand gesteckt hat. Auch Zeugenhinweise seien nicht eingegangen, berichtet stellvertretender Dienststellenleiter Sebastian Thurnhuber auf Anfrage des Mangfall-Boten.

Abgeschlossen sind die polizeilichen Ermittlungen allerdings noch nicht. „Wir prüfen jetzt, ob sich am Altartuch DNA-Spuren finden, die uns eventuell zum Täter führen“, so Thurnhuber. Das nehme noch einige Zeit in Anspruch. Fänden sich solche Spuren, sei allerdings noch nicht gesagt, dass sie zu einem Fahndungstreffer in der Datenbank führen.

Wie berichtet, hat sich die „Sachbeschädigung durch Brandlegung“, so die juristisch einwandfreie Einordnung der Straftat durch die Ermittler, an jenem Tag zwischen 15 und 17.15 Uhr zugetragen. Mesner Georg Baumann fand das angekokelte Stofftuch im Freien vor der Kirche, als er das Gotteshaus um 17.15 Uhr zusperren wollte. Fraglich ist, ob es von einem bisher unbekannten Zeugen oder dem Täter selbst ins Freie gebracht worden ist. Einiges spricht dafür, dass es der Zündler eventuell mit der Angst zu tun bekam und mit dieser Aktion Schlimmeres verhindern wollte.

Hätte ein Zeuge das Stofftuch entfernt, hätte er wohl auch die Polizei angerufen“, mutmaßte Thurnhuber bereits kurz nach der Tat. Deshalb schließen die Ermittler bisher auch einen „dummen Streich“ als Motiv nicht aus.

Aufatmen ist dagegen mittlerweile bei Franz Xaver Gartmeier angesagt, der sich in der Kirchenverwaltung der Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt um die Sebastianikirche kümmert. Nachdem bei dem Brand auch der Seitenaltar in Mitleidenschaft gezogen wurde, hat er zusammen mit einem Restaurator den Schaden begutachtet. „Der Fachmann hat gesagt, dass er die verkohlten Teile des Holzrahmens abnehmen kann und einen neuen Untergrund anfertigt“, so Gartmeier. Auch das verschmorte Teilstück eines unter dem Rahmen verlegten Mikrofonkabels könne er ersetzen, so Gartmeier.

Die Kosten halten sich in Grenzen. Das Mitglied der Kirchenverwaltung geht davon aus, dass sie mit rund 350 Euro zu Buche schlagen dürften. Für den Kauf eines neuen Altartuches rechnet Mesner Georg Baumann zudem mit einem finanziellen Aufwand von rund 150 Euro. Gartmeier hat nach dem Gespräch mit dem Restaurator Pfarrer Philipp Kielbassa und Kirchenpfleger Norbert Kotter informiert. Es bestand Einigkeit, den Schaden schnellstmöglich zu beheben. tt

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