Feldkirchen-Westerham – Im Schützen- und Trachtenhaus Westerham fand eine parteiübergreifende Jungkandidaten-Vorstellung für die kommende Gemeinderatswahl statt. Initiator Lorenz Weber organisierte den Abend mit Unterstützung der Jungen Union sowie unter Beteiligung von fünf weiteren zur Gemeinderatswahl antretenden Gruppierungen. Insgesamt 13 junge Kandidierende stellten sich vor und zeigten ihre Bereitschaft, Verantwortung für die Gemeinde zu übernehmen. Ziel der Veranstaltung war auch, den Gemeinderat zu „verjüngen“.
Politisches „Speed dating“: Vorstellung in 90 Sekunden
Es kamen rund 60 Besucherinnen und Besucher, um einen informativen und kurzweiligen Abend zu erleben. Der erste Teil der Veranstaltung bestand aus einer kompakten Vorstellungsrunde, in der die Teilnehmenden innerhalb von 90 Sekunden ihre Motivation sowie persönliche Schwerpunkte präsentierten. Das klar vorgegebene Format sorgte für prägnante Beiträge und wurde von den Gästen positiv bewertet.
Im zweiten Teil stand ein interaktives Schwerpunktspiel im Mittelpunkt: Zehn Themenfelder der Gemeindepolitik waren vorgegeben und mussten von den Kandidatinnen und Kandidaten individuell gewichtet werden. Dafür konnte jede Person die Zahlen eins bis zehn nur jeweils einmal vergeben – je höher die Zahl, desto wichtiger das Thema aus eigener Sicht. Zusätzlich konnten die jungen Erwachsenen zu zwei Themen ihrer Wahl ein zusätzliches Statement abgeben. Durch diese feste Punktevergabe und Redebegrenzung wurden Unterschiede und gemeinsame Prioritäten sichtbar, ohne langes Ausschweifen.
Mit einer Gesamtpunktzahl über 114 von 130 erreichbaren Punkten wurde das Thema Wohnen durch die Kandidierenden am höchsten bewertet. Die Themen Bildung, Arbeit/Gewerbe und Verein/Freizeit folgten. Der schweren Aufgabe der Priorisierung mussten sich am Ende auch die Zuschauer stellen. Die ersten drei Themen wurden gleich bewertet. Auf dem vierten Platz folgte hier jedoch, ein wenig unerwartet, das Feld Finanzen.
Der überparteiliche Ansatz der Veranstaltung wurde von vielen Stimmen gelobt. Gleichzeitig äußerten einige Gäste den Wunsch nach mehr jungen Besucherinnen und Besuchern sowie nach einer stärkeren weiblichen Präsenz auf der Bühne. re