Biberger Alm vor baldigem Neustart

von Redaktion

Nach einem Brand Ende Oktober 2025 in der Biberger Alm in Tuntenhausen stand der Betrieb monatelang still. Nun äußert sich Wirt Michael Wäsler zum Wiederaufbau und stellt eine baldige Wiedereröffnung Ende März oder Anfang April in Aussicht.

Tuntenhausen – „Durchhalten und weitermachen. Wir freuen uns schon, wenn wir endlich wieder zu euch kommen können.“ So oder so ähnlich lauten zahlreiche Kommentare auf den Social-Media-Plattformen der Biberger Alm in Tuntenhausen. Immer mit der Hoffnung verbunden, dass die beliebte Gaststätte in nicht allzu ferner Zukunft wieder zahlreiche Gäste empfangen kann. Denn nach dem Brand im vergangenen Jahr ist die Alm seit vielen Monaten geschlossen. Doch nun spricht Inhaber Michael Wäsler gegenüber den OVB-Heimatzeitungen über den aktuellen Stand – und für die vielen Stammgäste gibt es durchaus Grund zur Hoffnung.

Am 31. Oktober 2025 war es dort zu einem dramatischen Zwischenfall gekommen, der bis heute schwerwiegende Folgen nach sich zieht. „Aufgrund eines Brandfalls bleibt die Biberger Alm in den kommenden Wochen vorerst geschlossen“, teilte der Inhaber der Gaststätte damals kurz nach dem Vorfall mit. Wenig später war jedoch klar, dass es für die beliebte Gaststätte in der Burgstraße für deutlich längere Zeit nicht weitergehen kann. Das Feuer war damals zu einem Zeitpunkt ausgebrochen, als niemand im Gebäude war. „Mittags, gegen 12.30 Uhr hat es anscheinend den Kompressor der Kuchentheke zerrissen“, hatte Michael Wäsler erklärt. An diesem Tag hätte die Biberger Alm erst um 17 Uhr geöffnet.

Laut Wäsler sei der Kompressor in Flammen aufgegangen und das Feuer habe sich anschließend auf den gesamten Schank- und Küchenbereich ausgebreitet. Der Innenraum war voller Ruß, „die Schankanlage komplett zerstört“. Betroffen waren unter anderem die Kaffeemaschine, Spülmaschine, das Kassensystem, die Schankhähne, Kühlschränke, die technische Ausstattung, etliche Kabel. „Es ist alles zerschmolzen“, brachte es der Wirt Anfang November auf den Punkt. Bemerkt hatten den Brand schließlich Nachbarn, da deren Kinder laut dem Geschäftsführer eigentlich Rosinen für einen Kuchen besorgen wollten und zufällig entdeckten, dass in der Alm Rauch aufsteigt. Die Kriminalpolizei schloss damals Fremdverschulden oder gar Brandstiftung aus, laut Wäsler war die Brandursache letztlich ein „technischer Defekt“.

Doch auch wenn fortan klar war, dass der Betrieb für Monate stillstehen muss, gab sich Wirt Wäsler schnell wieder optimistisch und erklärte: „Es wird auf jeden Fall wieder eine Gaststätte geben. Aber wann das genau sein wird – keine Ahnung.“ In den vergangenen Monaten ist viel passiert in der Biberger Alm. Die Räumlichkeiten wurden chemisch gereinigt, Maurer, Elektriker, diverse Handwerker gaben Vollgas. „Die Handwerker arbeiten Hand in Hand, bis jede Wand, jeder Balken und der Glanz der Alm wiederhergestellt ist“, hieß es Anfang Februar. Nun gab Wäsler ein neues Update.

„Ganz genau kann man es noch nicht sagen, aber wir gehen davon aus, dass wir Ende März, Anfang April wieder aufmachen können“, verriet er dem OVB. Die Einrichtung sei wieder da, ein Aufbauplan stehe. Die größte Herausforderung sei es derzeit, alle Handwerker und deren unterschiedlichste Tätigkeitsbereiche unter einen Hut zu bringen. Doch man komme gut voran und ein Neustart sei zum Greifen nah.

Laut Wäsler dürfen sich die Gäste künftig auf eine „noch schönere, bessere, tollere“ Alm freuen, erklärt er schmunzelnd. Alles in allem soll die Gaststätte jedoch den gleichen Charakter wie vor dem Brandunfall bekommen. „Eine Änderung ist, dass es insgesamt ein bisschen heller in den Räumlichkeiten wird – sonst bleibt alles beim Alten“, so der Wirt.

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