Bruckmühl startet Carsharing-Pilotprojekt am Bahnhof Heufeldmühle

von Redaktion

Einstimmiges Votum im Marktgemeinderat – E-Auto soll zum Teilen bereitstehen

Bruckmühl – In der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates beschäftigte sich das Bruckmühler Plenum mit einem Pilotprojekt „Carsharing P&R Anlage, Bahnhaltepunkt Heufeldmühle“. Nach einer eingehenden Erörterung stimmte das Ratsplenum mit einem 20:0-Votum der positiven Beschlussvorlage der Gemeindeverwaltung zu.

Andreas Wieser erläuterte, dass sich der Arbeitskreis Energie in seinen beiden Sitzungen bereits Ende 2021 grundsätzlich für ein Carsharing-Angebot ausgesprochen hatte. Aus verschiedenen Gründen kam es jedoch zu keiner weiteren Finalisierung.

„Mit dem Beitritt der Kommune zur Mangfall-Energie haben sich jetzt aber aktuell die Vorzeichen für so ein Projekt geändert“, führte der Sachbearbeiter Energie-, Klimaschutz und Mobilität aus. Auf Anregung von Bürgermeister Richard Richter legte die Verwaltung nun ein mit der Energie Südbayern erarbeitetes Konzept zur Beratung vor. Wieser führte in diesem Zusammenhang an, dass vergleichbare Angebote bereits in den Nachbarkommunen Bad Aibling, Feldkirchen-Westerham sowie Bad Feilnbach und Kolbermoor vorliegen und auch umgesetzt werden.

Als möglicher Standort für ein erstes Bruckmühler Carsharing-Projekt hat sich aufgrund seiner zentralen Lage zu den umliegenden Gewerbebetrieben, Firmen und dem Rathaus der nördlich gelegene P&R-Parkplatz am Bahnhaltepunkt Heufeldmühle herauskristallisiert. Zudem verfügt die an diesem Ort bereits mit zwei Ladepunkten existierende E-Station noch über freie Kapazitäten.

Als Carsharing-Auto könnte laut Wieser eines der beiden E-Fahrzeuge aus dem gemeindlichen Fuhrpark genutzt werden. Während die einmaligen Kosten für den Umbau zur Carsharing-Nutzung des Fahrzeuges von rund 2.700 Euro brutto von der Mangfalltal Energie übernommen würden, wären die monatlichen Betriebskosten von 850 Euro von der Gemeinde zu tragen. Dabei sind die verwaltungseigenen Fahrten samt Ladestromkosten bereits mit einbezogen.

„Nachdem im Oktober 2026 und Februar 2027 die beiden Leasingverträge der gemeindlichen E-Autos mit einer Laufzeit von 24 Monaten neu abgeschlossen werden müssen, könnte diese Zeitspanne als Testballon genutzt werden, ob das Projekt läuft oder nicht“, erklärte der gemeindliche Mobilitäts-Fachmann.

Als Mietkosten nannte er 7,90 Euro pro Stunde und 80 Euro für einen Tag. „Die Buchung und Nutzung des Autos erfolgt problemlos mit dem Smartphone über eine App, die erhobene Gebühr verbleibt bei der Marktgemeinde“, machte er abschließend klar.

Auf die Nachfrage von Josef Staudt (SPD/PU), ob auch ein Wochenendtarif eingeplant ist, antwortete Wieser mit einem klaren Nein. CSU/PW-Rat Georg Ziegltrum sah in dem Projekt „eine gute Sache, bei der das Interesse ausgelotet werden sollte“. Torsten Neuwirth

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