Bruckmühl votiert mit großer Klarheit

von Redaktion

Bürgermeister Richard Richter mit 86 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt

Bruckmühl – Eine entspannte Atmosphäre herrschte am vergangenen Wahlsonntag in der Bruckmühler Wahl-Zentrale. Der amtierende Bürgermeister Richard Richter (CSU/PW) hielt den Abend über die Stellung in der Kantine des Rathauses, wo die aktuellsten Auszählungs-Updates mit dem Beamer an die Wand geworfen wurden. Viel zu befürchten hatte Richter bei der Kommunalwahl nicht, schließlich stand er als alleiniger Kandidat auf dem Wahlzettel. Um 20.30 Uhr schließlich stand das Ergebnis der Bürgermeisterwahl fest: Richter wurde mit insgesamt 86 Prozent offiziell in seinem Amt bestätigt.

Den 12 Jahren im Amt
folgen sechs weitere

Seit 2014 ist Richter nun bereits im Amt. Bei seiner ersten Wahl setzte er sich gegen drei Mitbewerber mit insgesamt 63 Prozent aller Stimmen durch. Es folgte ein Wahlsieg mit 72-Prozent-Mehrheit gegen seinen Gegenkandidaten Stefan Mager bei der Pandemie-Wahl von 2020. Nun stand allein sein eigener Name auf den Bruckmühler Wahlzetteln.

Der Gemeinderat ist das entscheidende Gremium

„Viele vergessen, dass mein Amt gar nicht das eigentlich Wichtige für die Gemeinde ist“, findet Richter, „Ich repräsentiere Bruckmühl nur nach außen.“ Immerhin habe auch er lediglich 4 Prozent Stimmanteil im Marktgemeinderat, wie alle seine Ratskollegen auch. Mit Spannung wartete er am Wahlabend deshalb die Ergebnisse der Gemeinderatswahlen ab.

Seine Gemeinderatskollegen und er seien in den vergangenen Jahren über alle Fraktionen hinweg ein gutes Team geworden. Hätte er einen Wunsch frei, so der neue und alte Bürgermeister, würde er den Gemeinderat „genauso behalten, wie er aktuell besteht.“ Schließlich hätten alle Gemeinderäte das gemeinsame Ziel, Bruckmühl stetig weiterzuentwickeln. „Eine gute Idee von einem unserer Räte wird von allen gemeinsam vorangetrieben“, so der Rathauschef über die Zusammenarbeit im Gremium. Dennoch dürfte sich an der Ratszusammensetzung einiges ändern, schließlich hören allein vier von Richters Fraktionskollegen nun auf und stehen nicht mehr zur Wahl. Welche Themen in der kommenden Wahlperiode von Richter und seinen Kollegen vorangetrieben werden sollen, davon hat der 57-Jährige allerdings eine recht konkrete Vorstellung: Der „spröde Charme“ des Ortskerns inklusive Kulturmühle etwa bedürfe einer Weiterentwicklung, hinzu komme der Ganztagsanspruch der Grundschüler im Gemeindegebiet ab dem kommenden Schuljahr. Dieser erfordert jeweils einen Anbau an die Grundschulen in Heufeld und in Bruckmühl. Daneben steht die Platzgestaltung im Bereich des Naherholungsgebietes Höglinger Seen auf der Agenda und die Schaffung von mehr Wohnraum im Gemeindegebiet bleibt ein Dauerthema.

Entspannte Atmosphäre
in der Wahlzentrale

Am Nachmittag drehte Richter zusammen mit Wahlleiterin Lisa Brossmann eine Runde durch Bruckmühl, um die insgesamt 20 Wahllokale zu besuchen. Bei der Auszählung kamen schließlich noch 15 Briefwahlbezirke hinzu. „Unseren zahllosen Helfern bin ich unglaublich dankbar“, zeigt sich der Rathauschef erkenntlich, immerhin opfern sie einen ganzen Tag lang bei bestem Wetter ihre Freizeit im Zeichen der lokalen Demokratie. Dennoch herrschten überall gute Laune, „flax und gaidi“, freut sich Richter.

Starke Beteiligung auch
ohne Wechselstimmung

Auch Wahlleiterin Brossmann zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf. Zwar habe es einige Ausfälle seitens der Wahlhelfer gegeben, doch konnte sie auf eine lange Reserveliste an Freiwilligen zurückgreifen. Auch an der Wahlbeteiligung von 61,3 Prozent gebe es aus Richters Sicht nichts auszusetzen, damit habe sich Bruckmühl im Vergleich zu den vergangenen Jahren um ein paar Prozentpunkte gesteigert. In absoluten Zahlen haben am Sonntag von insgesamt 13.499 Wahlberechtigten 8.271 Bürger ihre Stimme in Briefwahl oder vor Ort in einem der Wahllokale abgegeben.

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