Tuntenhausen – Für Martina Mayer war klar, sie wollte als Erste dem neuen Bürgermeister der Gemeinde Tuntenhausen gratulieren. Schließlich handelt es sich bei ihm ja auch um ihren Ehemann: Christian Mayer (CSU/Freie Wählergemeinschaft). Und auch wenn er der einzige Kandidat für die Bürgermeisterwahl in Tuntenhausen war, kann der 50-Jährige es nicht fassen, dass er nun der neue Rathauschef ist. „Ich war zuvor schon sehr angespannt, aber jetzt geht es mir super“, sagt Mayer.
Das erste Mal
nur ein Kandidat
Zusammen mit seiner Frau, seinen drei Kindern und dem derzeit noch amtierenden Bürgermeister Georg Weigl verfolgte er die Wahl live vom Rathaus aus. Als das Ergebnis feststand, fiel endlich die Anspannung von Mayer ab. „Ich konnte das Ganze nicht einschätzen, aber ich bin jetzt sehr erleichtert und auch höchst zufrieden mit dem Ergebnis“, so der 50-Jährige. Von 5869 Wahlberechtigten setzten 4159 Wähler ihr Kreuzchen. Dabei holte Christian Mayer 84,6 Prozent der Stimmen. Für ihn ein Top-Ergebnis. „Ich habe ursprünglich mal angegeben, dass ich mit 60 Prozent Plus zufrieden bin“, sagt Mayer. „Aber mit so einem überwältigenden Ergebnis hätte ich nicht gerechnet.“
Dem stimmt auch Noch-Bürgermeister Georg Weigl zu. Und auch mit der Wahlbeteiligung, die heuer bei 70,9 Prozent liegt, sei er sehr zufrieden. Wobei ein Punkt dieses Jahr zu denken geben könnte. „Das gab es noch nie, dass wir nur einen Kandidaten gehabt haben“, erklärt er. „Wir hatten immer mindestens einen Gegenkandidaten.“ Doch mit seinem Nachfolger ist Weigl mehr als glücklich.
Für ihn sei bei der vergangenen Wahl schon klar gewesen, dass er keine weitere Periode mehr machen werde. „Ich habe immer gesagt, wir brauchen einen Nachfolger, der erstens menschlich gegenüber den Kolleginnen und Kollegen ist, sowie für die Bürger passt“, sagt Weigl. „Und zweitens jemand, der die Gemeinde gut versteht.“ Und mit Christian Mayer seien diese Kriterien erfüllt. Deshalb ist er der „richtige Kandidat“ für den Chefsessel im Rathaus. Nachdem die Neuigkeit verdaut ist, geht es für die Gruppe um 20 Uhr zum Gasthaus Schmid in Tuntenhausen. Denn dort findet die Wahlparty statt, die Mayer organisiert hat. „Eingeladen sind alle Listenkandidaten, Helfer dieses Abends und auch alle interessierten Bürger“, sagt Georg Weigl.
Und bis es so weit ist und Christian Mayer seinen neuen Posten beziehen kann, steht erst einmal viel Arbeit auf dem Programm. Als Geschäftsführer im Baugeschäft habe er stets viel zu tun. „Ich bin bis zum 30. April noch voll angestellt und muss meinen Nachfolger einarbeiten“, erklärt er. Von Erholung könne man also nicht sprechen. Dennoch freut sich Mayer auf diese Zeit und auf die Zeit im Rathaus. „Es ist eine neue Lebensaufgabe und da bin ich schon sehr gespannt drauf“, sagt er.
Vorfreude auf die
Zeit als Rathauschef
Und dass er auf seine zukünftige Zeit als Rathauschef gespannt ist, das hat Christian Mayer schon vor einiger Zeit gegenüber dem OVB erklärt. „Ich begegne diesem würdevollem Amt mit großem Respekt und ich freue mich auf alles, was dieses Amt mit sich bringt“, sagte er. Viele gute Gespräche „auf Augenhöhe“ habe er schon führen dürfen und dazu habe er immer positives Feedback bekommen. „Laut Zeitzeugen gibt es kein schöneres Amt, als erster Bürgermeister der Gemeinde Tuntenhausen zu sein.“ Und nun darf auch er diese Erfahrung machen.