Bad Aibling – Ein weiteres Mal hat die Theaterabteilung des Aiblinger Gymnasiums bei der Auswahl ihres diesjährigen Frühjahrsstücks in den Klassiker-Fundus gegriffen und sich dabei wahrlich für keine „leichte Kost“ entschieden: Am Montag, 23., Dienstag, 24. und Donnerstag, 26. März, wird die Tragödie „Macbeth“ von William Shakespeare aufgeführt.
Der Bühnenklassiker wird in der Fassung von Stefan Otto gespielt, der Shakespeares Werk unter Beibehaltung der Thematik neu bearbeitet hat. Stefan Otto hat einige Änderungen vorgenommen: Statt der Prinzen treten nun Lady Evelyn und ihre Zofe auf, und eine Liebesgeschichte zwischen Roselin (einer dazuerfundenen Figur) und Fleance wurde neu eingefügt, ebenso die Tatsache, dass Fleance zum Ritter geschlagen wird.
Vom Aufstieg und
Fall eines Feldherrn
„Der Autor hat sich dabei sehr bemüht, den Text so anzupassen oder neu zu schreiben, dass er dem Gesamtwerk treu bleibt, und das ist, wie ich finde, gut gelungen. Eine wirklich schöne Neubearbeitung für die Schulbühne“, erklärt Barbara Schlögel, die zusammen mit Katja Becker das Stück inszeniert, gegenüber den OVB-Heimatzeitungen.
In seiner Tragödie „Macbeth“ erzählt Shakespeare die Geschichte von der hinterhältigen Ermordung des schottischen Königs Duncan. Angetrieben von drei Hexen und seiner bösartigen Frau, Lady Macbeth, ermordet Feldherr Macbeth den beliebten schottischen König.
Dadurch erhofft er sich Macht und Ruhm. Doch stattdessen erwartet Macbeth als Lohn für seine Taten nur sein eigener Untergang. Das Chaos und die Machtkämpfe, die Macbeth mit dem Mord an König Duncan auslöst, können schließlich nur durch seinen eigenen Tod und die Ernennung eines rechtmäßigen Thronfolgers aufgelöst werden.
Seit Schuljahresbeginn 2025/2026 probt die gymnasiale Theatergruppe im Rahmen des wöchentlichen Wahlfachs. Die Gruppe ist mit großem Engagement dabei und hat zudem im Schullandheim Agatharied einen intensiven Wochenend-Workshop mit Profi-Schauspielerin Lorena Steffl absolviert. 19 Schüler aus den Jahrgängen 8 bis 13 wirken mit.
Wie in jedem Jahr gibt es – bis auf drei Ausnahmen – doppelte Rollenbesetzungen: Jeder Schüler hat so die Möglichkeit auf eine „Hauptrolle“, die mit einer „Nebenrolle“ gekoppelt wird. Das bedeutet, dass jeder Akteur bei jeder der Aufführungen auf der Bühne zu sehen sein wird, allerdings nicht immer in derselben Rolle. Wer zum Beispiel bei der Premiere am Montag, 23. März, „Macbeth“ spielt, ist am Dienstag, 24. März, in der Rolle eines Boten oder Dieners zu sehen.
Das Ensemble besteht aus Marie Laugel, Lena Vidal, Candela Fischer, Nadia Rust, Emeline Wetzel, Leo Schiessler, Juna Schirmann, Lucy Reicheicher, Theresa Weigl, Lena Becker, Katharina Nachtweih, Veronika Barthel, Anina Kohn, Paulina Rössler, Félix Thimel, Lisa Mayr, Mila Lotter, Amelie Droscha und Luca Kästner.
Intensive Proben und
doppelte Besetzung
Das Bühnenbild auf der Aula-Ebene hat das Ensemble gemeinsam mit Claudia Weinhart entwickelt und für die Technik zeichnet Volker Koch verantwortlich.
Die Theatergruppe des Gymnasiums hofft auf zahlreichen Besuch ihrer drei Aufführungen, die am Montag, 23., Dienstag, 24. und Donnerstag, 26. März jeweils um 19 Uhr in der Aula stattfinden.
Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.