Bad Aibling – Die Mangfallbrücke in der Heufelder Straße entpuppte sich bei den 18 Brückenprüfungen, die im Vorjahr im Bereich der Stadt Bad Aibling stattfanden, rasch als Sorgenkind. Darauf wies Bürgermeister Stephan Schlier bereits bei der Bürgerversammlung im Oktober vergangenen Jahres hin.
Mittlerweile hält die Stadt den damals noch nicht vorliegenden Prüfbericht in Händen, der die Schäden an dem Bauwerk auflistet. Was genau gemacht werden muss und wie tief der Kämmerer für die Maßnahmen in die Tasche greifen muss, steht allerdings noch immer nicht fest. „Derzeit werden ergänzende Detailuntersuchungen durchgeführt, sodass ein kostenoptimiertes Sanierungskonzept für die Brücke erstellt werden kann“, erläutert Pressesprecherin Franziska Pasternack von der Stadt Bad Aibling den aktuellen Sachstand. Fest stehe bisher nur, dass die Schäden an der Mangfall-Überquerung durch Frost, Tausalz und Bewehrungskorrosion hervorgerufen worden seien.
Pasternack geht davon aus, dass erst in der zweiten Jahreshälfte endgültige Klarheit über das erforderliche Maßnahmenpaket und die damit verbundenen Kosten herrscht. Aus diesem Grund kann die Pressesprecherin derzeit auch nicht sagen, wann mit den Sanierungsarbeiten begonnen wird und wie lange sie voraussichtlich dauern. „Ob in dieser Zeit eine Komplettsperrung der Straße notwendig sein wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt unklar“, sagt Pasternack. Durch eine „optimierte Bauablauf-Planung“ will die Stadt etwaige Einschränkungen des Verkehrs auf jeden Fall „auf das notwendige Maß“ beschränken.
Für die Brückenprüfungen im vergangenen Jahr hat Bad Aibling nach Auskunft des Bürgermeisters etwa 25.000 Euro ausgegeben. Heuer steht routinemäßig ein Sicherheitscheck für 16 der insgesamt 74 kleineren und größeren Brückenbauwerke an, für deren Unterhalt die Stadt zuständig ist. Die Verwaltung geht davon aus, dass hierfür Kosten in Höhe von etwa 30.000 Euro anfallen. Die von den Fachleuten erstellte Mängelliste hält die Stadt voraussichtlich erst im Herbst in Händen. Norbert Kotter