Bad Aibling – Einheimische und Gäste werden sich nach Auskunft der Stadt Bad Aibling noch ein wenig gedulden müssen, bis der Springbrunnen am Ludwigskreisel wieder sprudelt. Wegen mehrerer technischer Defekte ist die Anlage bereits seit der ersten Hälfte des vergangenen Jahres außer Betrieb.
Wann genau die meterhohen Fontänen, die vor allem bei auswärtigen Besuchern ein beliebtes Fotomotiv sind, wieder aufsteigen, ist derzeit unklar, „Die beauftragte Fachfirma für Wasserspiele ist stark ausgelastet. Ein Fertigstellungstermin für die Restarbeiten wurde noch nicht mitgeteilt“, sagt Pressesprecherin Franziska Pasternack von der Stadtverwaltung zum Stand der Dinge. Während der Ausführung der Restarbeiten seien keine Verkehrsbehinderungen im Kreiselbereich zu erwarten, versichert Pasternack. „Die Arbeiten finden größtenteils in der unterirdischen Brunnenstube statt.“
Mit den Sanierungsmaßnahmen wurde noch im Vorjahr begonnen, nachdem der Bauausschuss in seiner September-Sitzung mit 9:2 Stimmen grünes Licht für die Reparatur gegeben hatte (wir berichteten). Bürgermeister Stephan Schler bezifferte damals die zu erwartenden Kosten auf knapp 25.000 Euro. Rund 16.300 Euro soll die Instandsetzung des defekten Wasseraufbereitungssystems kosten, die Reparatur der Schaltanlage schlägt mit weiteren 5.000 Euro zu Buche. Auf etwa 3.500 Euro dürften sich die Kosten für die sicherheitstechnischen Überprüfungen belaufen, die nach Abschluss der Arbeiten vor der Wiederinbetriebnahme der Wasserspiele erforderlich sind. Der Unterhalt des Brunnens, dessen erster Probelauf am 17. November 2004 stattfand, kostete die Stadt zuletzt jährlich etwa 18.000 Euro. Für die Investition musste sie einst rund 600.000 Euro in die Hand nehmen. Nach der vorübergehenden Stilllegung der Anlage hatte die Verwaltung dem Bauausschuss die Zustimmung zu den Reparaturarbeiten empfohlen, weil sie dem Brunnen „eine positive Beeinflussung des Stadtklimas“ zuschreibt. Unter anderem deshalb, weil bei hohen Außentemperaturen in dessem Nahbereich eine Abkühlung erfolgt.
Trotz angespannter Haushaltslage folgte eine deutliche Mehrheit des Gremiums der Empfehlung. Nur Anita Fuchs (Bündnis 90/Die Grünen) und Florian Weber (Bayernpartei) wollten den Beschluss seinerzeit nicht mittragen. tt