Bad Aibling – „Für mich war es der größte Schock meines Lebens“, sagt Serena Stridi und erinnert sich an die dramatischen Augenblicke an jenem Montagmorgen am 2. März, in denen sie die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlor, sich überschlug und an einen Baum prallte.
Trotz des schweren Unfalls kam sie den Umständen entsprechend glimpflich davon, erklärte die Polizeiinpektion Bad Aibling im Anschluss. Dennoch musste sie in ein Krankenhaus gebracht werden. Nun spricht sie mit den OVB-Heimatzeitungen über die dramatischen Sekunden und will sich vor allem bei den Einsatzkräften bedanken.
Glücksgefühle trotz
großer Schmerzen
Was war passiert? Am Montagmorgen, 2. März, war die 37-Jährige mit ihrem Auto auf der Staatsstraße 2078 unterwegs. Gegen 6.45 Uhr verlor sie im Abschnitt zwischen dem Pullacher Kreisel und der Abzweigung nach Willing die Kontrolle über ihr Fahrzeug und überschlug sich. Dies führte zu einer Vollsperrung und zu weitreichenden Verkehrsbeeinträchtigungen.
„Aus bislang ungeklärter Ursache ist sie alleinbeteiligt von der Fahrbahn abgekommen, ins Bankett gefahren und an einen Baum geprallt“, sagte ein Polizeisprecher damals gegenüber dem OVB. Das Fahrzeug habe sich überschlagen und sei auf die Fahrbahn zurückgeschleudert worden, wo es schließlich zum Stillstand kam.
„Ich schloss die Augen und dachte, ich würde den sicheren Tod erleben“, erinnert sich die Aiblingerin an die Sekunden während des Unfalls. Sie habe an ihre Kinder gedacht und gebetet, diese wiedersehen zu können. Stridi hatte das Auto, ein geliehenes Fahrzeug, nicht gut gekannt und somit durch einen winzigkleinen Moment der Unachtsamkeit die Kontrolle verloren.
„Jetzt bin ich im Krankenhaus mit blauen Flecken und Blutergüssen überall, Frakturen, Knochenbrüchen, gebrochenen Rückenwirbeln und Schmerzen“, erzählte sie wenige Tage nach dem Unglück. „Aber Gott sei Dank lebe ich und ich danke Gott, dass ich anderen Menschen keinen Schaden zugefügt habe“, sagt sie.
Von den Schmerzen werde sie sich irgendwann sicher erholen. Ob dies auch für den großen Schock gilt, könne sie derzeit noch nicht einschätzen. Ihr Anliegen: „Ich möchte allen Menschen danken, die mir geholfen haben“, sagt Stridi und hebt den Einsatz der Polizei und der Feuerwehr ausdrücklich hervor. „Sie haben geholfen, mich zu retten.“
Ihrer Dankbarkeit verlieh die junge Frau auch auf Facebook unter einem Unfall-Post der Feuerwehr Bad Aibling Ausdruck. „Leider bin ich die betreffende Person. Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um der Polizei, der Feuerwehr und vor allem den Herren zu danken, die mir Erste Hilfe geleistet haben, indem sie in meiner Nähe waren und mir Kraft gaben“, schrieb sie.
Frau musste aus
Auto befreit werden
Beim Fahrzeug geht man laut Polizeiangaben von einem wirtschaftlichen Totalschaden aus. Dass die Bad Aiblingerin mit einer großen Wucht auf den Baum geprallt war, zeigten alleine die Spuren nach dem Unfall, denn: „Der Baum wurde massiv beschädigt“, hatte ein Polizeisprecher erklärt.
Durch den Unfall wurde die 37-Jährige in ihrem Auto eingeklemmt, weshalb sie von der Feuerwehr „mithilfe hydraulischer Rettungsgeräte“ befreit werden musste. Nach rund 30 Minuten konnte die Patientin dem Rettungsdienst zur weiteren medizinischen Versorgung übergeben werden. Vor Ort waren Feuerwehren aus Bad Aibling, Pullach und Kolbermoor, die auch die Verkehrssperrung übernahmen.