Nach dem verhängnisvollen Salto

von Redaktion

Bei einem Salto hat sich ein Turner (26) des SV Bruckmühl schwer verletzt. Der junge Mann war beim Training so unglücklich gestürzt, dass er mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden musste. Sein genauer Gesundheitszustand ist auch Wochen nach dem Unfall noch unklar.

Bruckmühl – Rund drei Wochen ist es her, dass ein Turner (26) des SV Bruckmühl bei einem Salto so unglücklich aufgeschlagen war, dass er sich schwere Verletzungen zugezogen hatte und per Rettungshubschrauber in die Unfallklinik nach Murnau geflogen werden musste. Der junge Mann aus Grafing hatte sich dabei so schwer verletzt, „dass mit seiner Querschnittslähmung gerechnet werden muss“, hatte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd kurz nach dem Unfall mitgeteilt. Auch heute scheint noch unklar, welche gesundheitlichen Konsequenzen der Trainingsunfall für den Grafinger letztlich haben wird.

Spektakuläre Sprünge und Salti auf Trainingsmatten, aber auch waghalsige Sprünge von einer Brücke in einen Fluss: So präsentiert sich der junge Grafinger auf seiner Instagram-Seite. Besonders tragisch: Unter der Rubrik „Fails & Memes“ hat der Turner unter anderem Videos missglückter Sprünge gespeichert, die bei den Instagram-Nutzern für ein Schmunzeln sorgen sollen. Doch ein derartiger missglückter Sprung könnte jetzt das Leben des jungen Mannes komplett verändert haben.

Ein Rückblick: Am Freitag, 20. Februar, wollte der 26-jährige Athlet des SV Bruckmühl beim Training in der Turnhalle der Bruckmühler Realschule gegen 18.10 Uhr zu einem Salto ansetzen. Ein absoluter „Routinesprung“, wie dessen Trainer Rudi Schuster, der an diesem Abend das Training leitete, wenige Tage später gegenüber dem OVB zu Protokoll gab. Doch der Salto missglückte. Statt mit den Beinen auf dem Boden zu landen, krachte der Grafinger unglücklich mit dem Kopf auf die Matte. Nach der Versorgung durch Rettungsdienst und Notarzt wurde der Schwerverletzte, der laut eines Sprechers der Bad Aiblinger Polizei aber „jederzeit ansprechbar“ war, zur weiteren Behandlung ins Klinikum geflogen.

Welche gesundheitlichen Konsequenzen das Unglück für den Turner haben wird, bleibt aber weiterhin ungewiss. „Die Behandlung des Mannes wird mit Sicherheit in den kommenden Wochen und Monaten weitergehen“, teilt dazu jüngst Polizeisprecher Michael Spessa gegenüber dem OVB mit. „Zum genauen Gesundheitszustand wird die Polizei aber keine weiteren Angaben machen, da dieser den höchstpersönlichen Lebensbereich des Betroffenen tangiert.“ Was die Ermittlungen zum Unfallhergang anbelangt, teilt Spessa mit, dass diese „am Laufen“ seien. So stünden noch weitere Befragungen von Zeugen aus. „Bislang gibt es aber weiterhin keine Hinweise auf ein Fremdverschulden“, macht der Polizeisprecher deutlich.

Rudi Schuster, Spartenleiter des SV Bruckmühl und beim Trainingsunfall selbst in der Turnhalle der Realschule vor Ort, steht im Austausch mit den Eltern des verunglückten Turners. Doch Anfragen an Schuster zum physischen und psychischen Zustand des 26-Jährigen sowie zu den gesundheitlichen Prognosen bleiben bis Redaktionsschluss unbeantwortet.

„Sehr betroffen“ vom Unfall zeigt sich gegenüber dem OVB dagegen der Bayerische Turnverband. „Unsere Gedanken sind beim betroffenen Turner und seinem persönlichen Umfeld“, teilt dazu BTV-Sprecherin Miriam Müller mit. Die Sprecherin verwies darauf, dass „Sicherheit und Prävention“ dem Turnverband „ein zentrales Anliegen“ sei. „Daher bietet der BTV ein umfassendes Angebot an Aus- und Fortbildungsmaßnahmen zur Qualifikation und zum Lizenzerwerb für Trainer und Übungsleiter sowie zu Sicherheits- und Präventionsthemen an“, teilt Müller schriftlich mit. „Grundsätzlich liegt die Organisation und Durchführung des Trainings in der Verantwortung unserer Mitgliedsvereine.“

Bei „schwerwiegenden Vorfällen“ stünde der Verband – „sofern gewünscht“ – im Austausch mit dem betroffenen Verein.

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