Bruckmühl – Die Sparte Tennis des SV Bruckmühl (SVB) fährt in ruhigen Gewässern. Die Mitgliederstruktur ist stabil, die Finanzen sind solide, die Nachwuchsarbeit trägt erste Früchte und das Flutlicht-Projekt setzt die Sechs-Platz-Anlage perfekt in Szene. Zudem steht Gert Lindenberg auch für die kommenden zwei Jahre als souveräner Teamkapitän auf der Kommandobrücke der Filzkugeljäger. Dies waren die wichtigsten Eckpunkte der Jahresversammlung.
Im voll besetzten Nebenraum der SVB-Sportheim-Gaststätte konnte Gert Lindenberg auch Hannes Dörnberger, Stefan Brence und Miriam Beslmüller von der Hauptvereins-Vorstandschaft begrüßen. Mit einer kurzen persönlichen Laudatio gedachte der Spartenleiter dann den jüngst verstorbenen Tennis-Urgesteinen Britta Ulitz, Franz Eder und Theo Klein: „Jeder von ihnen hat auf seine eigene Weise Spuren in unserem Verein hinterlassen.“
Ein Jahr voller
Erfolge und Gemeinschaft
Zu Beginn seines launigen Saison-Rückblicks konnte er ein positives Gesamtfazit ziehen: „Wir dürfen wirklich zufrieden sein, es war ein Jahr, das sportlich und vor allem gemeinschaftlich ein voller Erfolg war.“ Besonders erfreulich ist dabei der moderate Mitgliederzuwachs, der über die Mannschaften initiiert wurde. So haben laut Gert Lindenberg nicht nur neue Spieler die SVB-Teams verstärkt, sondern auch für frischen Wind und neue Impulse in die Sparte gesorgt.
Dazu hat sich auch das Schnuppertraining für Kinder im Jugendbereich bewährt und der „Spiel & Spaß“-Freitag für Erwachsene etabliert. Gleiches gilt auch für den von der Sparte gesponserten Winter-Trainingsbetrieb, „die Sonntagsstunde“.
Die Terrasse auf der Westseite des Tennisheims bezeichnete Spartenleiter Gert Lindenberg als „das heimliche Herzstück“ aller Tenniscracks. „Teilweise hatte man fast das Gefühl, die Matches auf dem Platz sind nur die Pausenunterhaltung zwischen zwei Gesprächen und einem gekühlten Getränk“, erklärte er. Der Andrang war so groß, dass die Couchgarnitur unter dem Slogan „Mehr Sitzplätze, mehr Gemütlichkeit, mehr Vereinsleben“ erweitert werden musste.
Auf positive Resonanz stieß auch das Angebot der Imagebekleidung mit Vereinsjacken als Zeichen der Verbundenheit und des Zusammenhalts. Nachdem das Projekt „Fast Learning“ im vergangenen Sommer nicht die darin gesetzten Erwartungen erfüllt hat, wird es im Jahr 2026 keine Neuauflage erhalten.
Spiel, Satz und Sieg hieß es demgegenüber auf dem Gesellschafts-Terrain. So waren die Winterevents wie das Entenessen am Kirta-Montag, die Halloween-Party sowie die beiden Weihnachtsfeiern für die Kinder mit Bowling in Bad Aibling und für die Erwachsenen im Clubhaus Highlights.
Ein Dank richtete der Tennis-Chef auch an das Hobby-Greenkeeper-Team, allen voran Gabi Klein und Manuela Lindenberg, die durch ihr Engagement unter dem Codenamen „Anlagenverschönerungseinsatz“, teils in harter Handarbeit, dem Wildwuchs am sogenannten „Brennnesselhügel“ ein Ende gesetzt haben. In dem Zusammenhang appellierte er auch noch einmal eindringlich: „Unsere Tennisanlage ist kein Ersatz-Wertstoffhof, darauf sollten wir alle ein Auge haben.“
Auf dem Sektor „Infrastruktur“ konnte nicht nur die defekte Platzbewässerung unter finanzieller Beteiligung des Hauptvereins wieder auf einen modernen Stand gebracht, sondern mit einem kostenneutralen Stromanbieterwechsel zu einem regionalen Anbieter auch ein neuer Sponsor gefunden werden. Ins Finanzkontor schlugen auch die Reparatur der Hebeanlage, der Ersatz des Heizschwertes im Warmwasserboiler und der Austausch der vier Hydranten zur Notbewässerung der Plätze.
Erwin Schmid trug im Anschluss einen detaillierten Finanzbericht vor, der am Ende mit einem kleinen vierstelligen Plus im Haushalt 2025 eine solide wirtschaftliche Basis für die künftigen Herausforderungen und Investitionen auswarf. Den Mitgliederstand bezifferte der Kassier und Schriftführer in Personalunion mit 237. Erfreulich ist hierbei der Anteil von 45 Neumitgliedern.
Bei seinem Rückblick auf das Jahr 2025 zeigte sich Markus Hahn mit sechs am Spielbetrieb um Spiel, Satz und Sieg gemeldeten Mannschaften in der Saison 2025 sehr zufrieden. Für das sportliche Highlight sorgten die Damen 40 mit ihrem Bronze-Rang in der Landesliga zwei. Dazu waren die SVBler auch im „After Work 2025 – Format“ sowie der Mixed- und Winterrunde gut vertreten.
Auf der Turnierebene waren die Vereins-Titelwettkämpfe ein herausragendes Ereignis. Als professionelle Gastgeber präsentierten sich die SVB Tennisler auch bei dem LK-Turnier. Insgesamt 32 Doppel- und Mixed-Paarungen gingen auf der Sechs-Platz-Anlage am Bachwiesenweg an den Start. Aufgrund der positiven Resonanz stehen beide Turnierformate auch heuer wieder im Terminkalender.
Zum Ende seiner Ausführungen warf Spartenleiter Lindenberg noch einen Blick auf das kommende Großereignis, dem 75-jährigen Jubiläum der SVB-Tennisler. So wird rund um den großen Festakt am 1. August in der Kulturmühle ein ganzes Bündel an Sportaktionen geschürt.
Auf einer kleinen Erfolgswelle schwimmt auch nach Darstellung von Markus Hahn die Nachwuchsarbeit. Sowohl das Sommer- als auch das Wintertraining verzeichnete eine gute Teilnehmerzahl. Gleiches galt auch für das Sommercamp, die Kinder-Vereinsmeisterschaften sowie das Bowling-Event zum Jahresende.
In der anstehenden Sommerrunde gehen gleich acht SVB-Teams auf den roten Court. Erfreut zeigte sich der Sportwart, dass nach längerer Zeit neben einer Damenmannschaft mit den Bambini und Midcourt gleich zwei Kinder-Teams für den Spielbetrieb gemeldet werden konnten. Auf dem bunt gemischten Activity-Programm für die Kids steht in diesem Jahr zum ersten Mal ein Eltern-Kind-Schleiferl Turnier mit hohem Spaßfaktor.
Solide Finanzen und
wichtige Investitionen
Zum Ende des allgemeinen Berichtsteils informierte das Duo Markus Hahn und Andreas Lechner junior mit einer Foto-Präsentation noch über den Sachstand „Flutlicht-Projekt“. In Summe sorgen nach drei intensiven Arbeitseinsätzen mit einem Kostenvolumen von rund 25.000 Euro an den Plätzen eins, drei und vier jetzt insgesamt zehn Lichtmasten mit einer Lichthöhe von 6,80 Meter, einer Lichtleistung von 217.000 Lumen pro Platz und einem Stromverbrauch von 1,2 Kilowatt pro Stunde für professionelles LED-Flutlicht-Ambiente.
Fazit der beiden Projektmanager: „53 Minuten vor unserer Jahreshauptversammlung konnten wir heute zum ersten Mal den großen Licht-Button drücken, was für ein Erlebnis, was für ein Licht, freut euch darauf, danke an alle Helfer.“