Neuer Pop-up-Store im Zentrum von Bad Aibling

von Redaktion

Die Schlossbrauerei Maxlrain betreibt im Zentrum von Bad Aibling einen Pop-up-Stehausschank. Unter dem Namen „Maxl am Platzl“ wird für einige Wochen sogenanntes Tankbier ausgeschenkt, um die Innenstadt zu beleben. Das Konzept findet auch bei der Stadt Anklang und zieht zahlreiche Besucher an.

Viel zu tun haben die Mitarbeiter im „Maxl am Platzl“ aufgrund der hohen Nachfrage. Fotos Hadersbeck

Bad Aibling – Verschiedene „Pop-up-Stores“, also zeitlich begrenzt eingerichtete Läden, die gewöhnlich vorübergehend in leer stehenden Geschäftsräumen betrieben werden, gab es in Bad Aibling in der jüngsten Vergangenheit immer wieder. So hatten etwa Anfang 2023 junge Unternehmer für wenige Wochen in der Kirchzeile mit „Schaumkuss to go“ geworben und mit ihren Süßwaren kurzzeitig für Aufsehen gesorgt. Ende vergangenen Jahres versuchte sich das Konzept eines „Taschen Outlets“ an der temporären Belebung der Innenstadt. Nun sorgt erneut ein Pop-up-Store für Aufmerksamkeit im Zentrum der Kurstadt.

„War eine
relativ spontane Idee“

Denn seit dem 5. März betreibt die Schlossbrauerei Maxlrain in der Aiblinger Kirchzeile den „Maxl am Platzl“. Einen, wie es das Unternehmen bezeichnet, „Pop-up-Stehausschank“. Immer donnerstags, freitags und samstags wird dort von 17 bis 21 Uhr Bier ausgeschenkt, wobei sich die Gäste entweder über das Schankfenster von außen bedienen lassen oder in den Laden einkehren können.

„Das Ganze war eine relativ spontane Idee“, erklärt Johanna Schönach, Maxlrainer Marketingabteilung, gegenüber dem OVB. Man kenne ähnliche Konzepte etwa aus München und wollte einfach mal ausprobieren, ob dies auch in Bad Aibling funktionieren kann. Angeboten hatten sich hierfür die mittlerweile leerstehenden Räumlichkeiten in der Kirchzeile 4, die sich ohnehin im „Maxlrainer Hof“ befinden. „Ab Herbst wird dort wieder vermietet“, sagt Schönach, weshalb sich eine kurzzeitige Schließung einer Leerstands-Lücke dort ergeben habe.

Outdoor? „Leute
waren ausgehungert“

Die Zusammenarbeit mit dem Aiblinger Stadtmarketing habe hierfür gut und reibungslos funktioniert und etwa die Gewerbeanmeldung sei schnell erledigt gewesen, berichtet Schönach. Mit lokalen Handwerkern habe man dann die Ladenfläche ein wenig optimiert und schnell den kurzzeitigen Ausschank auf die Beine gestellt. „Was im ganzen Landkreis etwas Einzigartiges und Besonderes ist, ist der Einbau unseres Tankbieres“, betont Schönach. Beim Tankbier wird, etwa durch den direkten kurzen Transport aus dem Brauereikeller in den Betrieb ermöglicht, auf die Hinzugabe von externem CO2 verzichtet. „Das Tankbier hat also die natürliche Kohlensäure und ist dadurch deutlich frischer als Flaschen- oder Fassbier“, erklärt Schönach.

Und tatsächlich verwandelte sich der „Maxl am Platzl“ an den ersten Öffnungstagen zu einem beliebten Anlaufpunkt für zahlreiche Aiblinger, die in Scharen im Freien um den Ausschank standen. „Es wird sehr gut angenommen. Viele Leute waren vermutlich auch ausgehungert, was Outdoor-Aktivitäten angeht“, sagt Schönach. Viele stünden bereits eine halbe Stunde vor der Öffnungszeit vor dem Ausschank, das Publikum sei gemischt – „vom 16-Jährigen bis zum Rollatorfahrer“.

Angetan vom Aiblinger Pop-up-Stehausschank zeigte sich auch Bürgermeister Stephan Schlier, der auf Facebook auch ein Video von sich am Zapfhahn veröffentlichte. „Heute sieht man, was möglich ist, wenn man nicht lange redet“, schreibt er dazu und verweist auf eine unkomplizierte Genehmigung und eine pragmatische Umsetzung, die der Belebung einer attraktiven Innenstadt zugute komme.

Stehausschank
nur einige Wochen

Klar ist aber auch, dass das Konzept zeitlich begrenzt ist. Laut Johanna Schönach sei die Deadline der 30. April. „Allerdings halten wir uns ein solches Konzept natürlich auch offen“, betont sie. So könne sich die Schlossbrauerei durchaus vorstellen, bei Gelegenheit auch noch an anderer Stelle in Bad Aibling eine Leerstands-Lücke für eine gewisse Zeitspanne zu füllen.

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