Entwickler fühlt sich persönlich verpflichtet

von Redaktion

Die Gemeinde Tuntenhausen und MvB Baukultur stellten rund 230 Bürgern die Pläne für die neue Ortsmitte in Ostermünchen vor. Projektentwickler Dr. Max von Bredow, der selbst im Ort lebt, erklärte seine persönliche Motivation für das Vorhaben und skizzierte die nächsten Schritte des Bauprojekts.

Tuntenhausen – Über die neue Ortsmitte Ostermünchen konnten sich einige Bürger jetzt noch einmal genauer informieren. Die Gemeinde Tuntenhausen veranstaltete mit der Max von Bredow Baukultur GmbH (MvB Baukultur) eine Informationsveranstaltung zu diesem Thema. Rund 230 Bürger folgten der Einladung und kamen im Festsaal im Gasthof zur Post in Ostermünchen zusammen. Im Nachgang geben Dr. Max von Bredow, geschäftsführender Gesellschafter, und Michael Sandbichler, Geschäftsführer der MvB Baukultur, nun weitere Details zu dem Projekt bekannt.

Lebendiges und soziales Zentrum für Ostermünchen

Und dabei wird schnell klar, dass vor allem für Dr. Max von Bredow die neue Ortsmitte eine große Bedeutung hat. „Wenn ich in einer fremden Gemeinde bin, gibt es natürlich eine gewisse Anonymität“, erklärt er. In der Gemeinde Tuntenhausen sei das aber nicht der Fall. Schließlich lebt er dort mit seiner Frau und seinen Kindern. „Ich gehe hier zum Wirt, in die Apotheke und stehe, wenn die F-Jugend spielt, am Spielfeldrand“, sagt von Bredow. „Ich kenne hier wahnsinnig viele Menschen und da fühle ich mich in besonderer Weise verpflichtet, dass das Projekt besonders gut wird.“

Generell sei sein Anspruch und der seiner Mitarbeiter, alle Projekte bestmöglich umzusetzen. Doch wenn es die eigene Heimat betrifft, sei es einfach anders. „Ich bekomme hier natürlich auch direkt Feedback von meinen Mitbürgern, deswegen will ich es einfach gut machen“, so von Bredow. „Ich möchte, dass die Leute mir sagen, dass es schön geworden ist, das wünsche ich mir.“ Und die Informationsveranstaltung sei zumindest ein voller Erfolg gewesen. „Mich hat es sehr gefreut, dass so viele gekommen sind“, sagt von Bredow über die 200 Menschen, die zum Gasthof zur Post kamen.

Ziel der neuen Ortsmitte sei es, ein lebendiges, soziales und nachhaltiges Zentrum für Ostermünchen zu schaffen. Kürzlich sagte Bürgermeister Georg Weigl gegenüber den OVB-Heimatzeitungen: „Wir freuen uns, dass es in diesem wichtigen Projekt nun zügig vorangeht.“ Schließlich habe der Bebauungsplan mittlerweile Rechtskraft erlangt und nun seien auch die Bauanträge für das zukunftsweisende Quartier eingereicht worden.

Geplant ist, dass die beiden nördlichen Gebäude am Niedergartenweg von der Gemeinde Tuntenhausen umgesetzt werden und dauerhaft in deren Eigentum bleiben. Vorgesehen sind hier eine Arzt- und Zahnarztpraxis, eine Apotheke, ein Dorfladen, die Tagespflege und betreutes Seniorenwohnen, aber auch ein großzügiger Gemeinschaftsraum. So möchte die Gemeinde die medizinische und wohnortnahe Grundversorgung sichern und langfristig stabile und bezahlbare Mieten gewährleisten. Laut Georg Weigl könne man so „deutlich unter der Standardmiete bleiben“. In den vier südlichen Gebäuden sollen 63 Eigentumswohnungen entstehen. So gibt es zum einen 2-Zimmer-Wohnungen mit rund 50 Quadratmetern, 3-Zimmer-Wohnungen mit etwa 80 Quadratmetern und zum anderen Vier-Zimmer-Wohnungen mit rund 100 Quadratmetern Wohnfläche, erklärt Michael Sandbichler. „Alle Wohnungen sind barrierefrei und mit dem Aufzug zu erreichen“, sagt er weiter. Außerdem entstünden alle Wohnungen im Energiestandard „KfW 40 QNG“. So sollen Käufer von vergünstigten Darlehen der KfW-Bank sowie von steuerlichen Vorteilen profitieren.

23 der 63 Wohnungen hätten noch eine Besonderheit: „Diese werden als Einheimischen-Modell vergünstigt an Bürger der Gemeinde Tuntenhausen angeboten“, sagt Max von Bredow. „Das ist etwas sehr Besonderes und gut für die Gemeinde.“ Menschen, die die Kriterien aus dem Einheimischen-Modell erfüllen, könnten die Wohnung kaufen. „Das ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie Kommunen und Immobilienprojektentwickler gut zusammenarbeiten können“, sagt von Bredow.

Nachdem der Bauantrag eingereicht wurde, hoffe der Projektleiter, bald die Baugenehmigung zu bekommen. „Wir sind jetzt schon in der Werkplanung und werden dann die Bauleistungen ausschreiben“, so Max von Bredow. „Und wir werden im Herbst/Winter dann den Vertrieb starten, Wohnungen anbieten und Anfang nächsten Jahres werden wir dann mit dem Bau beginnen.“

23 Wohnungen als
„Einheimischen-Modell“

Am Ende der Bauarbeiten soll eine Ortsmitte in Ostermünchen entstehen, die sowohl bezahlbaren Wohnraum als auch einen Treffpunkt für alle Generationen bieten soll. Und Max von Bredow habe das Gefühl, dass die Bürger bei der Informationsveranstaltung, dem Projekt positiv gegenüberstehen. „Der Abend ging noch ziemlich lang, da mehrere Leute noch lange um das Modell herumstanden und geratscht haben“, sagt er. „Das war irgendwie ein schönes Miteinander.“ Laut von Bredow gebe es ein „hohes Interesse“ der Menschen, eine Wohnung zu kaufen. „Die Gespräche mit allen waren für mich besonders schön.“

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