Bruckmühl – Im Rahmen der März-Sitzung brachte der Bruckmühler Marktausschuss nach kurzer Beratung auch eine größere Wohnanlage mit zwei Mehrfamilienhäusern sowie zwei Dreispännern südlich an den Volksfestplatz angrenzend mit einem einstimmigen Beschluss auf den weiteren Genehmigungsweg.
Das Kommunalplenum beschäftigte sich schon im November 2025 mit dem Vorbescheidsantrag. Dieser sah neben zwei Mehrfamilienhäusern mit je acht Wohnungen auch noch zwei Dreispänner vor. Unterirdisches Bindeglied ist eine gemeinsame Tiefgarage.
Genehmigung trotz
behördlicher Bedenken
Laut Markus Schwinghammer werden in der aktuellen Tischvorlage die Kubaturen des Vorbescheidsantrags eingehalten, teilweise sogar etwas unterschritten. Jetzt soll lediglich das östliche Mehrfamilienhaus in seiner Ausrichtung gedreht werden.
Die insgesamt 44 Auto- und 44 Fahrradabstellplätze werden nach Aussage des Bauamtfachmanns in der Tiefgarage wie auch oberirdisch nachgewiesen. Demgegenüber kann ein Spielplatz wegen einer Gesetzesnovellierung leider nicht mehr gefordert werden.
Das Landratsamt Rosenheim sah in seiner Bewertung keine Einfügung in die Umgebungsbebauung gegeben. Allerdings konnte dann in Gesprächen und mit Zustimmung des Marktes Bruckmühl vom Erfordernis des Einfügens in die nähere Umgebung abgewichen werden. Die Begründung lautet: Die Planungen dienen dem Bau von mehreren Wohnhäusern und sind unter der Würdigung nachbarlicher Interessen mit den öffentlichen Belangen vertretbar, eine prognostizierte erdrückende Wirkung auf die nachbarlichen Grundstücke ist durch die geplanten Häuser nicht zu erwarten.
Erfreulicher Nebenaspekt: Im Zusammenhang mit dem Genehmigungsverfahren für die Wohnanlage konnte bereits mit dem Grundstückseigentümer auch die Abtretung einer Fläche entlang der Sonnenwiechser Straße für einen Gehweg samt Querungshilfe über die Straße vereinbart werden.
Damit ist auch eine Fläche mit Wegerecht in Nord-Süd-Richtung durch den zentralen Mittelbereich der Bebauung von der Sonnenwiechser Straße zum Volksfestplatz verbunden. Für Michael Stahuber (CSU/PW) war es ein gutes Zeichen, dass die Parkplätze, wie vom Marktausschuss gefordert, in den aktuellen Planungen angepasst wurden.
Richard Linke (OLB) war es wichtig, dass Denkmalschutzbelange zum östlich angrenzenden Gebäude gewahrt bleiben. Dazu stellte Markus Schwinghammer klar, dass die Denkmalschutzbehörde am weiteren Genehmigungsverfahren beteiligt wird. SPD/PU-Rat Josef Staudt sah die massive Grundstücksbebauung als problematisch an. Dazu merkte Bürgermeister Richard Richter (CSU/PW) an, dass dies leider den aktuellen Gegebenheiten auf dem Bausektor geschuldet sei. „Damit müssen wir uns leider als Kommune auseinandersetzen und arrangieren.“
Letztlich plädierte das Kommunalplenum ohne Gegenstimme für die Planungen der vier Wohngebäude mit insgesamt 22 Wohneinheiten laut Beschlussvorlage der Verwaltung.