Bruckmühl – Der Haushalt der Marktgemeinde Bruckmühl weist für das laufende Jahr 2026 mit einem Gesamtvolumen von 71,45 Millionen Euro ein imposantes Zahlenwerk aus. Der Verwaltungshaushalt beläuft sich dabei gerundet auf 54,85 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt auf 16,61 Millionen. Der Marktgemeinderat hat dazu (wie berichtet) nach einer intensiven sowie konstruktiven und zielgerichteten Zusammenarbeit mit der Rathausleitung und der Gemeindeverwaltung den Haushaltsplan 2026 als auch die damit verbundene Priorisierungsliste für gemeindliche Investitionen für den Haushaltsplan 2026 mit jeweils einstimmigen Beschlüssen vorbehaltlos zugestimmt.
Zuvor erfolgten die Beratungen und Abstimmungen zum Finanzplan und Investitionsprogramm. Beide jeweils für die Jahre 2025 bis 2029. Ohne größeren Erörterungsbedarf gab auch hier das Kommunalplenum den beiden Einzel-Themen mit jeweils positiven und einstimmigen Beschlüssen grünes Licht.
Fachbereichsleiter und Kämmerer Michael Lindner erläuterte dazu dem Gremium die wesentlichen Grundpfeiler des Finanzplanes 2025 bis 2029 und des Investitionsprogramms für den gleichen Zeitraum. Seinen Aussagen nach werden in den kommenden Jahren mehrere Großprojekte den Haushalt prägen. Dennoch kann der damit verbundene Schuldenstand leicht gesenkt werden. Mit einer Entspannung der Schuldenlast ist nach derzeitigem Stand erst zum Jahresende 2027 zu rechnen.
Bei dem Investitionsprogramm 2025 bis 2029 stehen nach Darstellung Lindners 2025 14,9 Millionen, 2026 16,6 Millionen sowie 2027 12,9 Millionen, 2028 13,7 Millionen und 2029 17,9 Millionen Euro auf der Agenda. Das Ratsplenum stimmte dem vorgelegten Zahlen-, Daten- und Faktenwerk ohne weitere Sacherörterung und ohne weiteren Diskussionsbedarf jeweils einstimmig zu.
In den kommenden vier Jahren stehen folgende Groß-Projekte auf der Agenda: Acht Millionen Euro für Ersatzbeschaffungen, Neuanschaffungen und Baumaßnahmen rund um die sieben Gemeinde-Feuerwehren, 8,1 Millionen Euro für den Ersatzneubau des Pfarrkindergartens Götting. Für Baumaßnahmen an den Schulen für die Ganztagsbetreuung sind 5,5 Millionen veranschlagt.
Rathauschef Richard Richter (CSU/PW) stellte bei dem Schul-Thema klar: „Damit wird von uns auch der durch die Bundesregierung und den Bundestag vorgegebene Rechtsanspruch ab 2026 umgesetzt.“ Dazu kommen weitere 1,1 Millionen Euro für Sanierungsmaßnahmen der Kita Villa Kunterbunt, 2,95 Millionen Euro für Maßnahmen der Städtebauförderung. Und schließlich wirft das Investitionsprogramm für den Straßenbau 7,1 Millionen, für ein Parkhaus in Bahnhofsnähe 1,5 Millionen, für Hochwasserschutzmaßnahmen 1,8 Millionen, die Abwasserentsorgung 3,6 Millionen und Wasserversorgung 3,9 Millionen sowie für den Grunderwerb 1,5 Millionen Euro aus.
In seinem Schlusswort machte Bruckmühls Rathauschef Richard Richter den Ernst der Lage noch einmal deutlich. „Wir sind in weiten Teilen leider fremdgesteuert, gerade was die Einnahmensituation angeht, wenn dies auch so in den kommenden Jahren weitergeht, geht es an die Substanz.“ tn