Designierter Bürgermeister kritisiert Kosten für Einsatzfahrzeuge

von Redaktion

Jahresversammlung der Feuerwehr Hohenthann – 16 Einsätze im vergangenen Jahr

Tuntenhausen/Hohenthann – Gut besucht war die Jahresversammlung der Feuerwehr Hohenthann, der auch erfreulicherweise einige Bürger und Hausbesitzer beiwohnten. Die Floriansjünger wurden dabei vielfach für ihr unermüdliches ehrenamtliches Engagement gelobt.

Den Auftakt der Präsentationen eröffnete Sabine Buchner mit der Vorstellung der Jugendfeuerwehr Hohenthann. „Momentan haben wir acht aktive Jugendfeuerwehrler im Alter von 13 bis 19 Jahren“, so die Vortragende. Darunter sind erfreulicherweise auch drei Mädchen. Geübt wird alle zwei Wochen. Besonders beeindruckend war der kürzliche Besuch bei der Flughafenfeuerwehr in Oberpfaffenhofen. Auch bei der „Langen Nacht der Feuerwehr“ beteiligten sich die Jugendlichen engagiert.

Zudem berichtete Buchner über die Neuwahlen zu Jahresbeginn. Hier das Ergebnis: Jugendwart Michael Stamml, Jugendsprecher Simon Hoffmann, Zweiter Jugendsprecher Max Krause, Kassier Marinus Hoffmann und Schriftführer/Instagram-Beauftragte Emelie Stamml und Verena Stahl.

Kommandant Andreas Biehn ging anschließend auf die Einsätze ein, die von der Erstversorgung über Wohnungsöffnung bis hin zu einigen Verkehrsunfällen gingen. Größter Einsatz war dabei der Brand in der Biberger Alm. Insgesamt rückte die Feuerwehr Hohenthann zu 16 Einsätzen aus – etwas weniger als im Vorjahr. „Erstaunlich ist, dass wir heuer keine Unwettereinsätze hatten“, so Biehn. Im Jahr zuvor waren es noch fünf gewesen.

Auch bei den Investitionen tat sich einiges: Neue persönliche Schutzausrüstung für alle Einsatzkräfte, Atemschutzgeräte, Schlauchaufroller und weitere Anschaffungen wurden getätigt. Bei den Feuerwehrspielen in Holzham belegte Hohenthann zur Freude des Kommandanten den ersten Platz. Leistungsabzeichen sowie die eigenen Feuerwehrspiele am Schwimmbad rundeten das Jahr ab. Abschließend dankte Biehn allen Kameraden sowie der Gemeinde für die Unterstützung.

Vorsitzender Josef Buchner blickte auf die vielen bevorstehenden Termine im Jahr 2026. Auch er bedankte sich bei der Mannschaft für den Zusammenhalt. Andreas Bodmaier stellte die Kassenbewegungen vor, bevor im Bericht des Schriftführers die Aktivitäten der vergangenen Monate noch einmal zusammengefasst wurden. Der Dritte Bürgermeister Martin Lurz zeigte sich erfreut über die Teilnahme zahlreicher Bürger an der Versammlung. Mit Blick auf den neu gewählten Bürgermeister Christian Mayer bemerkte er augenzwinkernd, dieser könne sich schon einmal anschauen, „wo er künftig seine Abende verbringen wird“. Lurz betonte den hohen Stellenwert der ehrenamtlichen Arbeit: „Bei der Feuerwehr wird enorm viel geleistet.“

Die Zahl von 16 Einsätzen entspreche in etwa dem langjährigen Durchschnitt von 15 bis 20 Einsätzen jährlich. Auch der Thaler Kreisel sei wieder zweimal Einsatzort gewesen. Im Vergleich zur früheren Kreuzung habe sich die Situation jedoch deutlich verbessert. Der designierte Bürgermeister Christian Mayer kritisierte die Kosten für Feuerwehrautos. Ein Preis von 700.000 Euro für ein Feuerwehrauto ist aus seiner Sicht nicht angemessen. „Ich finde, da ist mittlerweile wirklich die Politik gefordert, dass man da was macht, dass man die Autos einheitlicher und günstiger macht“, forderte Mayer.

Gleichzeitig nutzte er die Gelegenheit, um sich bei allen Floriansjüngern für ihre Arbeit zu bedanken. „Weil ich finde, die Feuerwehr ist eine der wichtigsten Organisationen, die wir haben. Sie ist immer da, wenn man sie braucht“, lobte er. Sein Dank galt auch den Familien der Feuerwehrleute, ohne deren Unterstützung dieses Engagement nicht möglich wäre.

Kreisbrandinspektor Max Goldbrunner spannte den Bogen von der digitalen Alarmierung über die Ausbildung bis hin zum Katastrophenschutz, bei dem nach seinen Worten in letzter Zeit viel passiert ist. „Auch vom Personal her sind wir eigentlich gut aufgestellt“, betonte er, bevor er eine Bitte äußerte: „Bitte keine Wohnungsöffnung mehr ohne Kohlenmonoxid-Messgerät.“

Letzter Punkt war dann die Wahl eines neuen Beisitzers. Hier fiel die Wahl auf Jaqueline Jaksch. Nach knapp 90 Minuten konnte Andreas Biehn die Versammlung schließen. ws

Artikel 1 von 11