Bad Aibling – Großer Andrang herrschte bei der Vernissage der Künstlerin Ingeborg Benninghoven in der Alten Meierei. Unter dem Titel „Zeitläufte“ präsentiert die Ausstellung eine künstlerische Reise durch mehrere Jahre und vereint unterschiedliche Techniken von Malerei bis Druck.
Bereits kurz nach Beginn waren die 50 reservierten Plätze im Café vollständig belegt. Auch danach riss der Besucherstrom nicht ab. Dank guter Organisation konnten dennoch alle Gäste untergebracht werden – notfalls auch auf Fensterbänken.
In ihrer Eröffnungsrede gab Benninghoven Einblicke in ihre Arbeitsweise. Sie arbeitet überwiegend mit Acrylfarben, setzt aber auch ungewöhnliche Materialien wie Kalk, Erde, Sand, Rost oder sogar Lavaasche vom Ätna ein. Ihre Werke entstehen meist intuitiv in mehreren Schichten, die sie aufträgt, wieder abträgt oder übermalt. So entwickeln die Bilder eine eigene Struktur und Geschichte. Dass sie jedoch auch anders arbeiten kann, zeigte die Künstlerin anhand eines Porträts der Malerin Frida Kahlo. Dieses Werk entstand nach sorgfältiger Planung auf Grundlage eines Schwarzweiß-Fotos. Dabei stellte sich Benninghoven die Frage, welche Farben Kahlo selbst für ihr Porträt gewählt hätte.
Ähnlich konzipiert ist auch das Bild „Nähe“, das von Gustav Klimt inspiriert wurde. „Ich bin überwältigt“, zeigte sich die Künstlerin angesichts der großen Resonanz erfreut. Auch die ausgestellten Skulpturen fanden großen Anklang – die Figur „Schwanensee“ wechselte noch am Abend den Besitzer.
Zur gelungenen Atmosphäre trug die aus Lettland stammende Liedermacherin Laura Bicane bei, die mit eigenen Songs sowie bekannten Stücken auf Deutsch und Englisch das Publikum begeisterte. Die Ausstellung „Zeitläufte“ ist noch bis zum 17. Mai in der Alten Meierei zu sehen. Geöffnet ist sie von Mittwoch bis Sonntag sowie an Feiertagen jeweils von 9 bis 17 Uhr.