Bruckmühl – Zwei Themen-schwerpunkte prägten das gut besuchte Treffen „Runder Tisch Seniorenarbeit“, zu dem die Dritte Bürgermeisterin Anna Wallner und die Seniorenbeauftragte der Marktgemeinde, Anneliese Weißbrich, in der Kulturmühle rund 25 Vertreter von sozialen und kirchlichen Institutionen, Vereinen und Pflegediensten willkommen hießen. Zu den Teilnehmern zählten auch die Beauftragte der Marktgemeinde für Belange von Menschen mit Behinderungen, Christiane Grotz, sowie die Vorsitzenden der Awo (Marktgemeinderat Josef Staudt), des KAB (Egon Radke) und des Sozialwerks Hinrichssegen (Gerd Schodlok).
Im ersten Referat berichtete Susanne Möckel über das neue Konzept „Betreutes Wohnen“ der Marktgemeinde. „Unser Angebot umfasst pflegebedürftige Personen jeden Alters, pflegebedürftige Angehörige, Verwandte, Freunde und Nachbarn, Sozialdienste, Beratungsstellen und andere professionelle Anbieter“, betonte die Rathaus-Mitarbeiterin eingangs. So wird im Rathaus eine frühzeitige, umfassende Beratung angeboten zu den Themen Pflege und Betreuung, Organisation, Finanzierung, Vermittlung, Anpassung, spezielle Versorgungsstrukturen und Aufbau von Versorgungsnetzwerken.
Die Referentin wies außerdem auf zusätzliche, gegen Bezahlung buchbare Angebote durch ehrenamtliche Kräfte mit fachlicher Ausbildung und Anleitung hin, die sich unter anderem auf folgende Bereiche beziehen: Besuchsdienst, Alltagsbegleitung, Fahrdienste, Unterstützung, Beratung und Schulung für pflegende Angehörige, Gruppenangebote und Suche und Vermittlung sowohl alternativer Pflege- und Betreuungseinrichtungen als auch spezieller Versorgungsstrukturen. „Ab Pflegegrad 1 erfolgt die Abrechnung der genannten Leistungen über die Pflegekasse – Entlastungsbetrag“, erklärte die Pflegeexpertin abschließend.
Unterstützung und
Lösungsmöglichkeiten
Im zweiten Vortrag informierte Bernd Romberg-Riemer über die vorgeschriebene Pflegeberatung. „Wer Pflegegeld bezieht, muss in regelmäßigen Abständen einen Beratungsbesuch durch eine anerkannte Beratungsstelle abrufen“, konstatierte er und führte weiter aus: „Bei Pflegegrad 2 und 3 ist dies halbjährlich und bei Pflegegrad 4 und 5 vierteljährlich notwendig.“
Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1 könnten ebenfalls zweimal pro Jahr einen kostenlosen Beratungsbesuch freiwillig abrufen. Seine neutralen Beratungsleistungen erstrecken sich unter anderem von pflegefachlicher Unterstützung über Erkennen von Problemen, Aufzeigen von Lösungsmöglichkeiten sowie Verbesserung der Versorgung und Beratung über weitere Leistungen der Pflegeversicherung.
Die Dritte Bürgermeisterin Anna Wallner berichtete über zwei Bauvorhaben für betreutes Wohnen im Gemeindegebiet und bedankte sich bei Anneliese Weißbrich und Daniela Zelz für die Organisation des „runden Tisches“. Anneliese Weißbrich kündigte für 2026 folgende Senioren-Termine an: Info-Abend „Gemeinsam bewältigen“ zur Pflege und Unterstützung am 20. April in der Kulturmühle, Begegnung mit Schülern am 22. April in der Justus-von-Liebig-Schule, Info-Abend „Demenz“ am 18. Mai im Wohn- und Pflegeheim „Blumenwinkl“ und Erste-Hilfe-Kurs beim BRK am 22. Juni.
Außerdem sind ein Seniorenfrühstück im September und ein Hoagascht im Herbst geplant, beide Termine werden noch bekannt gegeben. Grete Kissel, Vorstandsmitglied im „Altersverein Edelweiß“, wies abschließend auf das 100-jährige Bestehen der Seniorengemeinschaft im September 2026 hin und berichtete über verschiedene regelmäßige Aktivitäten des Vereins.