Musiker aus Aibling veröffentlicht nach Schicksalsschlag neuen Song

von Redaktion

Mundart-Pop aus dem Mangfalltal – Ehemaliger DSDS-Kandidat Dennis Mai feiert den Frühling und das Leben

Bad Aibling – Im Februar spazierte Dennis Mai am Ufer des Gardasees entlang. In Italien strahlte ihm die Sonne ins Gesicht. Nach dem Tod seiner Mutter im vergangenen Jahr hatte sich die Welt für den 46-Jährigen häufig dunkel angefühlt. Als er am Gardasee die Sonnenstrahlen auf der Haut spürte, erkannte er: Jetzt geht’s weiter.

Der gebürtige Regensburger ist schon lange als Sänger aktiv. Bekanntheit erlangte er vor knapp 20 Jahren, als er bei der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ auftrat. Doch selbst zu komponieren, wagte er erst Jahre später.

Auslöser war der Tod seiner Mutter. In seinen ersten vier Liedern ging es um Abschiednehmen und Neuanfang. „Schau, Mama“ heißt sein erstes Lied, in dem er sich an seine Mutter wendet. „Flieg ganz weit nauf zum Horizont, wo scho jemand wacht und thront“, textet er da.

Für den Niederbayern ganz klar: Seine Texte schreibt er im Dialekt. Also so, wie ihm „der Schnabel gewachsen ist“. Auf diese Weise falle es ihm leichter, Emotionen und Gefühle zu transportieren.

„Was jetzt kommt, liegt
nicht in meiner Hand“

Prägend sind für ihn auch Musiker wie Wolfgang Ambros und Werner Schmidbauer. Mit ihren Texten und ihrer Musik halfen sie dem 46-Jährigen durchs Leben. In Mundart zu schreiben, ist für ihn eine „logische Konsequenz“.

Die Eindrücke vom Gardasee verpackt der Musiker in seinen fünften Song. „Egal wie schlecht die Zeiten manchmal sind, es gibt Dinge, die ändern sich nie. Dass die Sonne aufgeht, dass der Wind geht, dass auch mal wieder Regen fällt.“ So beschreibt er die Botschaft des neuen Lieds: Nicht alles bleibt, nicht alles lässt sich festhalten. Aber alles hat seinen Sinn. Man hört heraus, dass sich Mai nun in einer positiven Lebensphase befindet. Menschen aus seinem Umfeld hätten beim Hören direkt gute Laune bekommen, erzählt der Aiblinger, der seinen Song auch als „Frühlingshit“ beschreibt.

Nach fünf Tagen hat der Song schon 30.000 Aufrufe auf Youtube. Das ist die Bilanz des Musikvideos zum neuen Song.

Und der Traum vom Popstar-Leben? Den hegt der Musiker nicht mehr: „Ich mache das, weil es mir Spaß macht, ich Dinge verarbeiten kann und Menschen eine kleine Freude bereite.“ Mittlerweile erhält er mehr Auftrittsanfragen und seine Songs laufen im Radio an. Am Sonntag, 12. April, kann man den Musiker live im Konzertsaal Novalishaus in Bad Aibling hören. Das Besondere: Er spielt komplett ohne Strom – am Flügel und an der Gitarre. Der Eintritt ist kostenlos. Antonia Braun

Artikel 11 von 11