Steigende Kosten erfordern höhere Elternbeiträge

von Redaktion

Gemeinderat Tuntenhausen befasst sich mit der Gebührenkalkulation für das Kinderhaus in Hohenthann

Tuntenhausen – Ständig steigende Kosten erfordern nicht nur eine jährliche Gebührenkalkulation, sondern machen auch eine aktuelle Gebührenanpassung für das Kinderhaus in Hohenthann unumgänglich. Das war das Fazit in der jüngsten Gemeinderatssitzung von Tuntenhausen.

Christine Schindlbeck von der Verwaltung schilderte den zahlreichen Zuhörern und den Gemeinderäten die Sachlage: Nicht nur die stetig steigenden Unterhalts-, Betriebs- und Personalkosten machen es für den Betrieb einer Kindertageseinrichtung nötig, dass der Träger jedes Jahr eine Gebührenkalkulation vornimmt, sondern leider auch immer mehr neu eingeführte gesetzliche Regelungen. Hier verwies Bürgermeister Georg Weigl unter anderem auf die Sprachstandserhebung vor der Einschulung. Ursprünglich, so der Bürgermeister, waren die Kosten nahezu gedrittelt: 30 Prozent durch Elterngebühren, 30 Prozent der Freistaat und 30 Prozent die Gemeinde. „Mittlerweile tragen wir, die Gemeinde, an die 60 Prozent der Kosten“, führte Weigl aus. So ist es auch nachvollziehbar, wieso sich alleine die Krippengebühren von 154 Euro in 2010 auf 324 Euro in 2025 verdoppelten. Um innerhalb der Gemeinde eine einheitliche Vorgehensweise zu haben, wurde der Vorschlag auf Erhöhung auch mit dem Kita-Ausschuss Beyharting (Kindergärten in Ostermünchen, Tuntenhausen und Beyharting) sowie der Kita Nano (Waldkindergarten) abgestimmt und Einigkeit erzielt.

Auch betrachtete die Verwaltung die Elternbeiträge der benachbarten Kommunen.

Der erarbeitete Vorschlag sieht in der Standardbuchung, Kategorie 4 bis 5 Stunden, im Kindergartenbereich eine 9,5-prozentige Steigerung der Elternbeiträge und im Krippenbereich eine von sechs Prozent vor.

Neben den Elternbeiträgen wurden von der Verwaltung aber auch noch die zusätzlichen Kosten, wie Anmeldegebühr, Brotzeitgeld, Mittagessenspreise etc. kalkuliert bzw. überarbeitet. Hier gab die Verwaltung folgenden Vorschlag zum Besten: Anmeldegebühr ab 1. September 2026 20 Euro (bisher 15 Euro).

Kita-Brotzeitgeld ab 1. Januar 2027 27 Euro (bisher 24 Euro) und Portfoliogeld ab dem Kita-Jahr 2026/2027 50 Euro (bisher 45 Euro).

Bürgermeister Georg Weigl wies noch darauf hin, dass unterjährige Kostenanpassungen durch gestiegene Lebensmittelpreise oder Preiserhöhung beim Caterer Oskar Kochhaus nötig werden könnten. Diese Anpassung kann dann durch eine Bürgermeisterverfügung kurzfristig angepasst werden. Am Ende dieses Tagesordnungspunktes verwies Weigl noch auf die Möglichkeit, dass Eltern mit geringem Einkommen Erstattungen beantragen können.

Die Gemeinderäte folgten dem, sodass der Gemeinderat einstimmig beschloss, die Elternbeiträge und die zusätzlichen Gebühren entsprechend dem Vorschlag der Verwaltung anzupassen. ws

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