Sepp Stadler zum Vorsitzenden gewählt

von Redaktion

Krieger- und Reservistenverein findet nach langer Suche Nachfolger von Lorenz Müllauer

Bad Feilnbach – Der Krieger- und Reservistenverein Bad Feilnbach-Wiechs ist wieder voll handlungsfähig und kann sich weiter als Mahner für den Frieden und dem Erhalt seines markanten Kriegerdenkmals in der Bad Feilnbacher Ortsmitte widmen. In geheimer Abstimmung wählten die anwesenden Mitglieder einhellig Josef Stadler, auch bekannt als „Fritzn-Sepp“ aus Wiechs, zum Vorsitzenden und Nachfolger von Lorenz Müllauer. Stellvertretend zur Seite steht ihm Christian Grad. Volles Vertrauen wurde dem bisherigen Schriftführer Sebastian Gasteiger senior sowie dem über viele Jahre bewährten Kassier Manfred Weidlich entgegengebracht.

Kein Kandidat bei
der ersten Abstimmung

Per Akklamation gewählt, bekleidet Josef Opperer das Amt des Fähnrichs und ist damit offizieller Nachfolger des verstorbenen Vorgängers Hans Schliersmayer. Ihn vertritt als Zweiter Fähnrich Hans Mayer. Gewählt wurden ferner Marko Klinghammer zum stellvertretenden Schriftführer und Gerhard Weidlich zum Zweiten Kassier sowie als Beisitzer Sepp Kaffl, Sepp Stadler, Hans Mayer und Richard Litzlfelder. Die Kasse prüfen weiterhin Marinus Moser junior und Elisabeth Buchberger. Das Referendum leiteten Martin Kolb sen. und sein Sohn Martin junior.

Wie berichtet, hätten die Vorstandswahlen in der im Januar angesetzten Jahresversammlung des traditionsreichen Krieger- und Reservistenvereins stattfinden sollen. Lorenz Müllauer, seit 1982 Vorsitzender, stellte sich nicht mehr zur Wiederwahl. Ein Nachfolger konnte an diesem Abend nicht gefunden werden. Die Folge war eine Verschiebung der Mitgliederversammlung.

Zwischenzeitlich suchten Vorstand und Ausschuss in intensiven Gesprächen nach einer Lösung und vor allem geeigneten Kandidaten, um den Verein aufrechtzuerhalten und zu leiten. Josef Stadler aus Wiechs, über viele Jahre als Stellvertreter an der Seite von Lorenz Müllauer, erklärte sich bereit, für das Spitzenamt vom Krieger- und Reservistenverein zu kandidieren und bei einer Wahl zum Vorsitzenden in die Fußstapfen seines Vorgängers zu steigen und entsprechend Verantwortung zu übernehmen.

Wichtig sei den beiden neu gewählten Vorsitzenden zum einen, die Erinnerungskultur an die Opfer aus der Heimat aufrechtzuerhalten, die während der beiden Weltkriege und in den Kriegen davor ihr Leben lassen mussten. Mahnendes Zeugnis geben die vielen Namen gefallener, vermisster und verstorbener Väter und Söhne, die aus den Dorfgemeinschaften gerissen wurden, an den Tafeln am Kriegerdenkmal. Gedenken gebühre auch jenen Soldaten, Zivilisten und Kindern, die unter den weltweit kriegerischen Auseinandersetzungen und der Verwendung heimtückischer und zerstörerischer Waffen, etwa in der Ukraine oder aktuell im Nahen Osten, unsägliches Leid erfahren oder ums Leben kommen. Der Krieger- und Reservistenverein schließe ebenso die Opfer durch Terror, Gewalt, Unglücke und Naturkatastrophen ein.

Erinnerungen an
Hans Schliersmayer

Weiteres Anliegen der beiden ist eine Fortsetzung eines soliden und aktiven Vereinslebens.

Im vergangenen Jahr gehörten das Bezirkstreffen in Kiefersfelden, die Jahrtage in Litzldorf und Au sowie im Ort selbst zu den Terminen des vergangenen Jahres. Präsent waren Fahnenabordnung und Mitglieder bei den kirchlichen Festen wie Fronleichnam, Patrozinium in Wiechs und Lippertskirchen sowie an den Leonhardifahrten. Mit ehrenvollem letzten Geleit bezeugten Mitglieder ihre kameradschaftliche Verbundenheit zu verstorbenen Weggefährten, darunter ihr langjähriger Fähnrich Hans Schliersmayer. Vereinsinterne Anliegen wurden in Ausschusssitzungen behandelt.

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