Feldkirchen-Westerham – Offiziell werden es am 8. Mai 81 Jahre, dass der Zweite Weltkrieg zu Ende gegangen ist. In diesen acht Jahrzehnten hat sich vieles zum Guten geändert, doch der weltweite Frieden ist immer wieder gebrochen worden. Diese immer wiederkehrenden kriegerischen Auseinandersetzungen dauerhaft zu verhindern, scheint ein Wunsch zu bleiben, der sich nie erfüllen wird.
Dennoch haben Vereine wie die Krieger- und Soldatenkameradschaft Westerham (KSK) noch immer ihre Berechtigung. Auch wenn der letzte Kriegsteilnehmer der Westerhamer KSK schon vor fünf Jahren verstorben ist, wird dieser jedes Jahr stattfindende Abend in würdiger Form begangen. Stehend und mit gesenkter Fahne gedachten die Männer ihrer verstorbenen Mitglieder und hörten die Melodie vom „Guten Kameraden“, die Klaus Eham auf seiner Trompete blies.
Vorsitzender Thomas Stacheter berichtete von einem regen Vereinsleben mit der Teilnahme an Jubiläen, auch teils mehrtägigen Reisen, Veranstaltungen, Gratulations- und Krankenbesuchen und Beerdigungen. Schriftführer Uli Förstl hatte jeden Termin festgehalten und zusammen mit dem Zweiten Vorsitzenden Roland Klink auch das laufende Jahr schon wieder weitgehend verplant.
Die Versammlung zeigte den großen Zusammenhalt: Viele der 170 Mitglieder gehören dem Verein teilweise schon seit mehreren Jahrzehnten an, sie wurden vom Vorstand alle namentlich genannt und mit Beifall und Urkunden geehrt.
Eine der seit jeher hochgeschätzten Aktivitäten war auch im Vorjahr die Sammlung für die Pflege der Gräber der gefallenen Soldaten, die irgendwo in einem ehemaligen Kriegsgebiet in fremder Erde ruhen. Peter Kriegbaum trug den zufriedenstellenden Kassenbericht vor, die Entlastung war reine Formsache.
Peter Biebl, neu gewählter Vorsitzender der Feldkirchner Veteranen, will der nachbarschaftlichen Zusammenarbeit mehr Gewicht verleihen und machte dazu auch schon Vorschläge.
Dieser Abend im Schützen- und Trachtenheim zeigte einmal mehr, dass solche Treffen gerade in dieser unruhigen Zeit mehr sind als ein lockeres Zusammensein. Vereine wie die KSK Westerham sind auch Mahner für den Frieden – wenn offenbar auch nur im engen Umfeld.me