Warnung vor falschen Stromanbietern

von Redaktion

In Bad Aibling häufen sich Beschwerden über Haustürgeschäfte mit Stromtarifen. Unbekannte sollen sich teils mit Falschaussagen Unterschriften sichern. Die Stadtwerke und der Verbraucherschutz warnen.

Bad Aibling – Dass Betrüger immer dreister werden, ist hinlänglich bekannt. Schockanrufe, gerade bei älteren Menschen, sind auch in der Region längst keine Seltenheit mehr. Auch der Versuch von Unbekannten, per Mail, etwa mit falschen Aufforderungen, Steuern zurückzuzahlen, oder telefonisch Bürger mit dubiosen Angeboten um ihr Erspartes zu bringen, gehört für Betroffene und auch für etliche Polizeidienststellen mittlerweile zur Tagesordnung. In Bad Aibling verfolgen Unbekannte seit geraumer Zeit nun eine besonders perfide Masche.

„In den letzten Wochen mehren sich bei uns im Haus Nachrichten und Beschwerden von Bürgern über Aktivitäten von Drückerkolonnen“, erklärt Stefan Barber, Leiter der Stadtwerke Bad Aibling, gegenüber dem OVB. Diese seien in der Kurstadt auch mit fremden Stromangeboten von Tür zu Tür gezogen.

Mit „Falschaussagen“
zur Unterschrift

Laut Barber berichteten nicht selten Betroffene auch davon, dass die vermeintlichen Vertreter sich mit „gezielten Falschaussagen“ Unterschriften verschafften. Demnach berichtete ein Kunde, dass sich ein angeblicher Verkäufer an der Haustür als Vertriebsmitarbeiter der Aiblinger Stadtwerke ausgegeben hatte und nun vor Ort wäre, um einen neuen Tarif anzubieten. Dabei handelte es sich jedoch laut Barber um eine Betrugsmasche.

„Die Stadtwerke Bad Aibling sowie andere seriöse Anbieter würden nie versuchen, an der Haustüre Geschäfte abzuschließen“, betont der Werkleiter. „Wir bieten den Bürgern dauerhaft günstige Preise und eine faire Kommunikation mit bester Kundenberatung“, erklärt Barber. Leider fielen jedoch immer wieder Kunden auf dubiose Angebote herein und versuchten dann im Nachhinein vergeblich, aus dieser Falle wieder zu entkommen. Was dann wiederum oftmals nur schwer möglich ist.

Die Stadtwerke Bad Aibling warnen daher vor „intransparenten Haustürgeschäften“ und empfehlen, niemals an der Haustüre Verträge für Strom oder Gas abzuschließen. Barber versichert in dem Zusammenhang, dass das Team der Bad Aiblinger Stadtwerke im Kundenzentrum in der Lindenstraße 30 für die Bad Aiblinger Bürger jederzeit für Auskünfte und Informationen zur Verfügung steht, „um nicht in die Vertragsfalle bei Haustürgeschäften zu tappen“.

Eine Nachfrage bei der Polizeiinspektion Bad Aibling ergab indes, dass beschriebene Fälle zuletzt nicht gemeldet wurden. Was die Gefahr durch diverse Betrugsmaschen jedoch nicht schmälert. Denn auch die Verbraucherzentrale kennt die Problematik und warnt generell vor vermeintlichen Drückerkolonnen. Demnach sollten Verbraucher grundsätzlich schon vorsichtig sein, wenn vermeintliche Vertreter ohne Termin an der Türe stehen. So handele es sich dabei oftmals um Verkäufer im Außendienst, die Geschäfte machen wollen und sich dafür teilweise unmoralischer oder gar krimineller Methoden bedienen.

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