Generalsanierung der Föhrenstraße geplant

von Redaktion

Der Marktgemeinderat Bruckmühl hat eine Generalsanierung der Föhrenstraße beschlossen. Die Baumaßnahmen sind für 2027 und 2028 geplant. Allein die Herstellung eines Teilbereichs kostet 1,6 Millionen Euro.

Bruckmühl – Bei seiner jüngsten Sitzung verhandelte der Marktgemeinderat Bruckmühl gleich mehrere Bauvorhaben im Bereich der Föhrenstraße. Beschlossen wurde zunächst die erstmalige Herstellung der Föhrenstraße im Teilbereich zwischen Hainerbach und Gemeindegrenze Feldkirchen-Westerham.

Bezeichnet wird damit die endgültige Fertigstellung nach Baugesetzbuch. Diese beinhaltet den fachkundigen Aufbau sowie Unterbau, Decke, Entwässerung und Beleuchtung. Für das Vorhaben lag der Verwaltung bereits ein erster Entwurfsplan aus dem Jahr 2021 vor. In den vergangenen Monaten wurde dieser von den Mitarbeitern des Tiefbauamtes an aktuelle Anforderungen angepasst und auch die Kostenberechnung aktualisiert. Diese beläuft sich auf eine Summe von rund 1,6 Millionen Euro. Geplant ist die Baumaßnahme für die Jahre 2027 und 2028.

Erstmalig hergestellt werden soll außerdem die angrenzende Erlenstraße im Abschnitt zwischen Föhrenstraße und Vagenerau Weg inklusive Erneuerung von Trinkwasserleitung und Schmutzwasserkanal. Schließlich befindet sich die Straße im betroffenen Bereich in einem „schlechten Zustand und weist zahlreiche Risse, Aufbrüche sowie Flickstellen auf“, so das Fazit der Mitarbeiter des Tiefbauamtes.

Auch die Trinkwasserleitung sowie ein Großteil der in der Föhrenstraße, zwischen Hainerbach und Frühlingsstraße, verbauten Armaturen stammen aus den 1950er- und 1960er-Jahren, heißt es in der Beschlussvorlage für die Gemeinderatssitzung vom 26. März.

Sanierungsbedürftiges Rohrsystem

Die alters- und wetterbedingt spröden Leitungen sollen nun erneuert werden, so der einstimmige Beschluss der anwesenden Ratsmitglieder. Schließlich sei es in den vergangenen Jahren „vermehrt zu Rohrschäden“ in diesem Leitungsabschnitt gekommen, weiß Ruth Url vom gemeindlichen Tiefbauamt. Verlegung und Montage der Wasserleitungen übernehmen die Mitarbeiter des Bruckmühler Wasserwerks.

Außerdem wird im Zuge der Baumaßnahmen der Schmutzwasserkanal an der Föhrenstraße erneuert. Der bestehende Kanal aus Asbestzement weist laut Untersuchungen des Tiefbauamtes einige altersbedingte Schäden auf und befindet sich an seiner hydraulischen Kapazitätsgrenze. Er soll deshalb mit einem höheren Leitungsdurchmesser neu gebaut werden.

Im Zuge dessen steht zudem die Erneuerung des Schmutzwasserdükers unter dem Hainerbach an. Das sei, so Sachbearbeiterin Url, notwendig, um die „dauerhafte Betriebssicherheit der Abwasserentsorgung sicherzustellen“. Die Kosten für die Erneuerung von Wasserleitung und Schmutzwasserkanal müssen jedoch noch ermittelt werden.

Im Zuge der geplanten Straßenbaumaßnahmen sollen außerdem beide Bushaltestellen an der Föhrenstraße umgebaut werden: Aktuell gibt es an der Bushaltestelle auf öffentlichem Grund keinen gesicherten Wartebereich für die Schulkinder.

Stattdessen warten sie auf dem Garagenvorplatz eines Grundstücksbesitzers. Vorgesehen ist nun jeweils ein erhöhter Wartebereich für die Kinder auf beiden Straßenseiten. Außerdem soll die Straße mit einem durchgängigen, 1,5 Meter breiten Gehsteig mit niedrigem Bordstein ausgestattet werden, der überdies nahtlos an den bestehenden Gehsteig an der Auenstraße in Feldkirchen-Westerham anschließen soll. Einerseits sei es notwendig, alle genannten Bauvorhaben in den kommenden Jahren umzusetzen, andererseits sei es „nur ein sinnvoller Schritt, alles in einem Zug abzuarbeiten“, findet Bürgermeister Richard Richter.

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