Eine fast vergessene Tradition

von Redaktion

Zimmerstutzenschießen im Schützenheim der Kulturmühle

Bruckmühl – Im Schützenheim der Kulturmühle Bruckmühl fand kürzlich ein besonderes Ereignis statt: Zum ersten Mal seit Jahrzehnten wurde in der Marktgemeinde wieder ein offizielles Zimmerstutzenschießen ausgetragen. Veranstalter war die Zimmerstutzen-Gesellschaft Bruckmühl, die zu diesem Anlass die Vorstände aller sieben Schützenvereine der Gemeinde eingeladen hatte.

Der Abend stand ganz im Zeichen der Tradition und Geselligkeit – Eigenschaften, die bereits zu Zeiten der Gründerjahre den Charme solcher Veranstaltungen ausmachten. „Der Zimmerstutzen ist eine traditionsreiche Waffe des Schießsports, deren besondere Munition heute gar nicht so leicht zu bekommen ist“, erklärte der Vorsitzende Peter Riedle seinen Gästen. „Gerade das macht den Reiz aus – wir wollen hier ein Stück Schützengeschichte lebendig halten.“

Jeder der teilnehmenden Schützen gab zehn Schuss ab, und wie in alten Zeiten entschied die Ringzahl über den Sieg. Den ersten Platz sicherte sich Hubert Strein aus Kirchdorf, ganz knapp gefolgt von Wolfgang Zißler, ebenfalls aus Kirchdorf. Den dritten Platz belegte Rainer Eichner aus Högling. Den besten Schuss setzte Martin Maier aus Högling mit einem 10,3 Teiler.

Die Gesellschaft möchte die historische Disziplin wieder stärker ins Bewusstsein rücken und lädt Interessierte herzlich ein, sich anzuschließen. Trainingsabende finden jeden Dienstag ab 19 Uhr im Schützenheim der Kulturmühle Bruckmühl statt.

Während der regulären Schießsaison wird dort mit dem Standard-Luftgewehr geschossen – der Zimmerstutzen bleibt dabei der besondere Höhepunkt im sportlichen Jahreslauf. In der Kulturmühle befindet sich auch der einzige zugelassene Schießstand für Zimmerstutzen in Bruckmühl.

Ein Abend also voller Nostalgie, sportlicher Präzision – und dem Versprechen, eine fast vergessene Tradition in Bruckmühl zu neuem Leben zu erwecken.

Artikel 3 von 11