Weniger Belastung durch Lärm und Verkehr

von Redaktion

Der Bruckmühler Wertstoffhof in der Siemensstraße soll verlagert werden. Die Marktgemeinde hat bereits einen konkreten Platz ins Auge gefasst. Für den Neubau an einem neuen Standort muss nun noch das Landratsamt zustimmen.

Bruckmühl – 2016 hat die Marktgemeinde Bruckmühl bereits das „Areal Kiesgrube Aschenwald“ erworben. Seit einiger Zeit befasst sich der Gemeinderat nun mit der sinnvollen Aufteilung und Nutzung der Fläche und seit Herbst 2022 berät die Verwaltung gemeinsam mit dem Landkreis Rosenheim über eine mögliche Verlagerung des Bruckmühler Wertstoffhofes in einen Teilbereich der früheren Kiesgrube.

Ein Umzug ist
bis 2028 denkbar

„Die bisherigen Gespräche mit den Zuständigen des Landratsamtes sind sehr positiv verlaufen“, weiß Bürgermeister Richard Richter. Einstimmig hat er gemeinsam mit seinen Gemeinderatskollegen nun die Antragstellung für die Verlagerung des Wertstoffhofes beim Landratsamt beschlossen. Schließlich trägt der Landkreis die Kosten für die Errichtung des neuen Wertstoffhofes, genauso wie auch die Planungskosten. Die Marktgemeinde übernimmt währenddessen die Kosten für die Bauleitplanung sowie die Heranführung einer öffentlichen Straße.

Die Gebäude und Anlagen des bisherigen Wertstoffhofes muss die Gemeinde außerdem zum aktuellen Zeitwert vom Landkreis ablösen, bevor dieser verlegt wird. Die Kosten, die hier auf die Gemeinde zukommen, lassen sich jedoch erst ermitteln, sobald dem Antrag seitens des Landratsamtes stattgegeben wird und die konkrete Planung begonnen werden kann.

Auch über die Nachnutzung der Gebäude des bestehenden Wertstoffhofes muss sich der Gemeinderat daraufhin noch beraten, weiß Martina Neuhausen, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Marktgemeinde Bruckmühl. Voraussetzung für die Einrichtung der neuen Wertstoffsammelstelle ist zudem, dass die ehemalige Kiesgrube vollständig wiederverfüllt wird.

Gemäß dem Bericht des zuständigen Sachbearbeiters für Wirtschaftsförderung und Liegenschaften, Markus Zehetmaier, soll der für den Wertstoffhof vorgesehene Teilbereich bis 2027 aufgefüllt sein. Im Laufe des Jahres 2028 könnte, so die Beschlussvorlage des Marktgemeinderates, der Wertstoffhof zur Kieslände 2b verlagert werden.

„Wir erhalten immer wieder Beschwerden von Anwohnern an Siemens- und Angerstraße, vor allem während der Anlieferzeiten am Wertstoffhof“, weiß Bürgermeister Richter. Der neue Standort hingegen tangiere kein Wohngebiet, damit ließe sich diese Problematik lösen. Außerdem ließe sich der Verkehr am neuen Standort entzerren, sodass auch während der Stoßzeiten kein Rückstau auf den öffentlichen Straßen entsteht.

Sinnvoll sei die Verlegung der Sammelstelle auch wegen der Nähe der früheren Kiesgrube zur Kompostieranlage der Gemeinde. „So lassen sich im Sinne der Kreislaufwirtschaft sämtliche Abfälle mit nur einer Fahrt gesammelt entsorgen“, so der Bürgermeister weiter.

Im nächsten Schritt stellt die Marktgemeinde nun einen Antrag auf die Verlagerung des Wertstoffhofes beim Sachgebiet für Kreislaufwirtschaft des Landkreises Rosenheim. Sobald dieser vorliegt, „erfolgt eine Vorprüfung durch das Landratsamt und eine Abstimmung mit abfallwirtschaftlichen Belangen. Zu gegebener Zeit entscheidet der Kreisausschuss über die Kostentragung“ so die Stellungnahme seitens des Landkreises.

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