Lebendiges Zentrum bayerischer Tradition

von Redaktion

Der Volksmusiktag 2026 in Feldkirchen-Westerham begeistert Jung und Alt

Feldkirchen-Westerham – „Schee muaß geh, ja schee muaß geh, oder i geh hoam!“ – Unter diesem Motto verwandelte sich das Kultur- und Sportzentrum (KuS) samt Mittelschule in ein lebendiges Zentrum bayerischer Tradition. Der Volksmusiktag 2026 war nicht nur ein voller Erfolg, sondern ein lautstarkes Ausrufezeichen für lebendig gelebte Volksmusik.

Rund 75 Teilnehmer aus der gesamten Region – von Großkarolinenfeld über Sauerlach bis hinauf nach Bayrischzell – waren dem Ruf von Musiklehrerin und Organisatorin Angelika Weber gefolgt. Ob blutiger Anfänger oder fortgeschrittener Musikant, ob Kind, Jugendlicher oder Erwachsener: Das Alter spielte keine Rolle, die Begeisterung für das gemeinsame Musizieren dafür umso mehr.

Aus jedem Winkel rund um das ganze Schul- und KuS-Gelände hörte man das helle Klingen der Harfen und Hackbretter, neben Gitarren-, Block- und Querflötentönen, den Steirischen und Geigen und dem kräftigen Sound von Trompeten, Klarinetten und Tenorhörnern. Ein Team aus elf erfahrenen Referenten – eine Mischung aus Musiklehrern und passionierten Vollblutmusikanten – leitete die bunt zusammengewürfelten Gruppen an und gab ihren wertvollen Erfahrungsschatz mit spürbarem Herzblut weiter.

Volksmusik ist in Feldkirchen-Westerham weit mehr als nur Notenlesen. „Gemeinsam singen, gemeinsam tanzen, gemeinsam musizieren“, das ist, was die Volksmusik in ihrer ganz besonderen Art und Weise zu vereinen versteht. Und so wurde in den Pausen nicht etwa geruht, sondern unter der Anleitung von Maria Weigl („Und wann amal Schnee aper werd“) und Michaela Lederer („d’Bairin hat d’Katz verloren“) kräftig gesungen. Rosemarie Rauscher brachte mit einem „Tee-Kanon“ zusätzliche Dynamik in die Runde. Richtig lustig wurde es beim Tanzen: Wer dachte, beim Boarischen ginge es nur traditionell zu, wurde eines Besseren belehrt. Neue Figuren wie der „Pinguin“, das „Faultier“ oder der „Hase im Cabrio“ sorgten für schallendes Lachen und lockerten die Beine für die nächsten Tänze auf.

Der Höhepunkt des Tages war zweifellos das Abschlusskonzert in der gut besetzten Turnhalle. Die große Zuschauerresonanz zeigte die tiefe Wertschätzung der Gemeinde für dieses wichtige Seminar. Unter den Gästen befanden sich auch Bürgermeister Hans Zistl mit Familie sowie Michael Weber, der Zweite Vorsitzende des Trachtenvereins D’Mangfalltaler Westerham. „Ich war früher selbst oft Teilnehmer und erinnere mich heute noch wahnsinnig gerne an diese Zeit“, verriet Michael Weber, während Bürgermeister Zistl der Organisatorin Angelika Weber für die „immens wichtige Arbeit in der Gemeinde“ dankte und einen Zuschuss überreichte.

Danach präsentierten die einzelnen Gruppen ihre Ergebnisse – und was dann folgte, war Gänsehaut pur: Ein riesiges Orchester aus 90 Musikanten stimmte gemeinsam das Seminarlied „Schee muaß geh, schee muaß geh, oder i geh hoam“ an und animierte alle Zuschauer zum Mitsingen.

Es war nicht alles perfekt, aber genau das machte den Charme aus. Die pure Freude und die große Begeisterung der Musikanten waren in jedem Ton hörbar und spürbar. Zum Abschied dankte Angelika Weber ihrem gesamten Referenten-, Küchen- und Helferteam sowie ihrem Ehemann Thomas Weber, ohne deren unermüdlichen Einsatz dieser Volksmusiktag nicht möglich gewesen wäre.

Als die Teilnehmer und die Besucher schließlich das KuS verließen, hörte man noch lange das fröhliche Pfeifen der ein oder anderen gelernten Melodie. Und dass Volksmusik mehr als lebendig ist, hat sich in Feldkirchen-Westerham an diesem Tag wieder einmal bestens gezeigt.

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