Bad Feilnbach – Bei rund 38,5 Millionen Euro liegt das Haushaltsvolumen der Gemeinde Bad Feilnbach im Jahr 2026. Kämmerin Maresa Nagl erläuterte bei der Haushaltssitzung des Gemeinderates, wo die Schwerpunkte bei Einnahmen und Ausgaben liegen und welche Projekte für dieses Jahr geplant sind.
Stabile Einnahmen
im Verwaltungshaushalt
Im Verwaltungshaushalt stehen Einnahmen von 27,79 Millionen Euro. Den größten Anteil bilden mit knapp 15,19 Millionen Euro die Steuern und allgemeinen Zuweisungen. Darin enthalten sind der Gemeindeanteil an Einkommen- und Umsatzsteuer mit 7,26 Millionen Euro sowie Grund- und Gewerbesteuer mit zusammen 5,16 Millionen Euro.
Knapp acht Millionen Euro stammen aus Verwaltung und Betrieb, darunter 2,47 Millionen Euro aus Benutzungsgebühren und ähnlichen Entgelten – von der Wasserversorgung über den Kindergarten bis hin zu den Friedhofsgebühren.
Weitere rund 2,09 Millionen Euro kommen aus Erstattungen – etwa der Weiterleitung von Kindergarten-Zuschüssen – sowie aus Zuweisungen und Zuschüssen. Die „sonstigen Finanzeinnahmen“ belaufen sich auf 4,64 Millionen Euro, wobei die kalkulatorischen Einnahmen aus Verzinsung und Abschreibungen mit 4,21 Millionen Euro den Hauptanteil in dieser Gruppe ausmachen.
Auf der Ausgabenseite des Verwaltungshaushalts dominiert der sächliche Verwaltungs- und Betriebsaufwand mit rund 12,23 Millionen Euro. Darin enthalten sind die kalkulatorischen Kosten (4,21 Millionen Euro), Erstattungen von Verwaltungs- und Betriebsausgaben (1,83 Millionen Euro), Betriebskosten (1,35 Millionen Euro), Steuern, Versicherungen und Schadensfälle (knapp eine Million Euro) sowie weitere Verwaltungs- und Betriebsausgaben von rund 900.000 Euro.
Auch Geschäftsausgaben (knapp 700.000 Euro), die Bewirtschaftung von Grundstücken und baulichen Anlagen (660.000 Euro), Mieten und Pachten, Fahrzeughaltung sowie Aus- und Fortbildung und Schutzkleidung des Personals fallen in diesen Bereich. Bereinigt um innere Verrechnungen und kalkulatorische Kosten liegt der Ansatz in diesem Jahr um gut eine halbe Million Euro niedriger – ein Ergebnis der Einsparbemühungen.
Für das Personal plant die Gemeinde rund 7,34 Millionen Euro ein. Davon entfallen knapp 5,4 Millionen Euro auf Dienstbezüge und ähnliche Leistungen, knapp 1,15 Millionen Euro auf Sozialversicherungsbeiträge. In der Hauptgruppe 7, den Zuschüssen und Zuweisungen, stehen insgesamt knapp 1,59 Millionen Euro im Ansatz.
Der größte Teil entfällt mit 1,53 Millionen Euro auf Zuschüsse für laufende Zwecke an soziale Einrichtungen, insbesondere die Weiterleitung von Landesmitteln und den kommunalen Anteil an die nicht gemeindlichen Kindertagesstätten. Unter den „sonstigen Finanzausgaben“ findet sich die Kreisumlage mit 5,87 Millionen Euro als größter Posten, weiter die Gewerbesteuerumlage (380.000 Euro) und Zinsausgaben (282.200 Euro). Der Vermögenshaushalt wird 2026 maßgeblich durch Kredite finanziert.
4,3 Millionen Euro (davon 900.000 Euro aus Ermächtigungen aus dem Vorjahr) sind dafür eingeplant – eigentlich das letzte Mittel der kommunalen Einnahmenbeschaffung. Weitere 2,56 Millionen Euro erwartet die Gemeinde aus Beiträgen und ähnlichen Entgelten, 2,44 Millionen Euro aus dem Verkauf von Anlagevermögen. An investiven Zuschüssen rechnet Bad Feilnbach mit 811.500 Euro.
Einsparungen bei
den laufenden Kosten
Auf der Ausgabenseite prägen Baumaßnahmen den Vermögenshaushalt. Insgesamt 8,64 Millionen Euro sind dafür vorgesehen: 1,11 Millionen Euro für Hochbau, 7,52 Millionen Euro für Tiefbau. Die größten Projekte sind die Entwässerung der PWC-Anlagen an der Autobahn (3,3 Millionen Euro) und der Ausbau der Achthaler Straße (zwei Millionen Euro). Zudem sind der Bau der Wasserleitung zum Gewerbegebiet Eulenau (910.000 Euro), die Erneuerung der Heizungs- und Lüftungsanlagen an der Schule Bad Feilnbach (240.000 Euro) sowie die Sanierung des Brunnens „Neuhäusl“ (300.000 Euro) eingeplant.
Für die Tilgung bestehender Kredite sind 1,07 Millionen Euro vorgesehen. Weitere 548.100 Euro sollen in den Erwerb von Vermögen fließen – darunter Maschinen für die Kläranlage, EDV-Geräte und Lizenzen für Rathaus, Feuerwehr und Bauhof sowie Maßnahmen zur Digitalisierung an beiden Schulen.