Bad Aibling – Es war ein Schock für Marie-Luise Müller, als sie am Montag, 13. April, auf dem Weg zu ihrem Auto das Gleichgewicht verlor. Die 87-Jährige lief nach einem kräftezehrenden Tag gerade über den Bad Aiblinger Asamparkplatz und stürzte völlig überraschend zu Boden. „Es war gegen 16 Uhr und ich kam gerade vom Augenarzt“, erinnert sich die Frau aus Schönau an den Moment, als es „knackste“ und die Kraft in den Beinen schwand. „Ich bin rückwärts gefallen und mit dem Hinterkopf auf den Boden geknallt“, sagt sie ein paar Tage danach, während sie noch immer an „totaler Schlappheit“ leidet.
Sie zog sich eine empfindliche Platzwunde am Hinterkopf zu und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Doch alleine, ist sich Müller sicher, hätte sie dies nie geschafft. Denn glücklicherweise eilten ihr zwei junge Frauen zu Hilfe, hoben sie wieder auf, brachten sie zu ihrem Wagen und alarmierten den Rettungsdienst. „Diese zwei Frauen haben sich so toll um mich gekümmert und meine blutende Wunde mit Taschentüchern versorgt.“
Doch als der Rettungswagen eintraf, um sie ins Krankenhaus zu bringen, seien die engagierten Frauen wieder verschwunden, ohne dass Marie-Luise Müller Kontakte mit ihnen austauschen konnte. Dies kam der 87-Jährigen später wieder in den Sinn, als sie das Krankenhaus wieder verlassen durfte. „Ich möchte mich bei den beiden Damen unbedingt bedanken“, betont die Seniorin, die sich an zwei junge Frauen – „eine blond und eine dunkelhaarig“ – erinnert, die schätzungsweise um die 30 Jahre alt sein dürften. Müller wendet sich nun an die Öffentlichkeit, da sie ihre Retterinnen unbedingt finden möchte. Eine derartige Hilfsbereitschaft sei nicht selbstverständlich. „Sie waren beide auch wirklich sehr lange bei mir, bis der Rettungsdienst alles übernommen hatte“, sagt sie und zeigt sich noch immer beeindruckt von der Selbstlosigkeit der beiden. Nun müsse sie zwar noch immer viel liegen und sich von dem Unfall und der Verletzung am Kopf erholen. Doch Marie-Luise Müller weiß auch, dass es durchaus schlimmer hätte ausgehen können. Umso dankbarer ist sie für die Hilfe. Hinweise zu den beiden Helferinnen können gerne zur Kontaktvermittlung an die Redaktion unter E-Mail redaktion@mangfall-bote.de weitergegeben werden. Nicolas Bettinger