Lokaler Tourismus ist ein Krisen-Gewinner

von Redaktion

Auf der Mitgliederversammlung des Kur- und Tourismusvereins hat Bad Feilnbach die neue Tourismusstrategie 2035 vorgestellt. Mit ihr rüstet sich der Ort für die Zukunft. Im Fokus stehen die Stärkung der Akzeptanz und Investitionen in Kernthemen.

Bad Feilnbach – Tourismus ist nach wie vor ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Gemeinde Bad Feilnbach. Seine Akzeptanz und den damit verbundenen Vermieterservice zu stärken sowie in Marketing für Kernthemen zu investieren, gehört zur Tourismusstrategie 2035, die vonseiten der Kur- und Gästeinformation anlässlich der diesjährigen Mitgliederversammlung des Kur- und Tourismusvereins Bad Feilnbach, kurz KTV, vorgestellt wurde.

Rückblick auf
erfolgreiche Aktionen

Eingeladen hatten die beiden Vorsitzenden Karin Freiheit und Dr. Hans-Jürgen Eisele. Sie konnten neben zahlreichen Mitgliedern Bürgermeister Max Singer, die Leiterin der Kur- und Gästeinformation Cornelia Weber, den ehemaligen Kurdirektor Sepp Höfer sowie führende Vertreter der Sparten „Bad Feilnbach brennt“ und „Kreativ & Köstlich“ im Saal beim Kistlerwirt begrüßen. Bad Feilnbachs Kur und Tourismus sind unverkennbar eine Herzensangelegenheit der beiden Vorsitzenden, wie die schlüssigen Rechenschaftsberichte und Statements im Laufe der Versammlung ergaben.

Zur eigenen Entlastung beabsichtigen Karin Freiheit und Dr. Hans-Jürgen Eisele, einige Aufgaben auf mehrere Schultern aus den Reihen der aktuell 123 Mitglieder zu verteilen. Gesucht werden Medienmanager und Archivare, ein Social Media Manager sowie Mitstreiter, die an der Verschönerung des Dorfes und mit eigenen Ideen an der Verwirklichung rund um Kur, Tourismus und Kultur mitarbeiten wollen.

Sehr aktiv zum Wohle von Touristen und heimischen Gästen widmete sich im vergangenen Jahr die Sparte „Kreativ & Köstlich“. Höhepunkte und sehr gut besucht waren laut der Wirtegemeinschaft aus sechs beteiligten Gastronomiebetrieben die Apfelwochen, das „Kulinarische Kino“ unter der künstlerischen Leitung von Pablo Bücheler sowie die Jubiläumsmenüs anlässlich der 20-Jahr-Feier der Sparte. Investiert wurde in Werbeanzeigen und Werbetafeln.

Als vollen Erfolg wertete die Sparte „Bad Feilnbach brennt“ trotz wechselhafter Witterung die Veranstaltung des vergangenen Jahres, bei der viele Besucher in Destillen blicken durften und Angebote regional erzeugter Produkte schätzen und erwerben konnten. Positiv angenommen wurde der kostenlose Bustransfer zum Genießen von Produkten und Landschaft. Die nächste Genussreise zu sechs Brennereien findet am Sonntag, 31. Mai, statt.

Ein leichtes Plus verzeichnete die Kur- und Gästeinformation im vergangenen Jahr bei den Übernachtungen. Die derzeitige weltpolitische Lage mit steigenden Energiepreisen, Inflationsdruck und wirtschaftlichen Unsicherheiten macht sich momentan im Buchungsverhalten in der Reisebranche zugunsten des Reiselandes Deutschland und in der Region bemerkbar. Bad Feilnbachs Kur- und Gästeinformation befasst sich derzeit mit einigen attraktiven Projekten wie ÖPNV, Gästekarte und Meldewesen, Marketing und KI, Veranstaltungen, touristischen Produkten und Anlagen sowie der Gestaltung des Ortsbilds.

Wie Bürgermeister Max Singer zur Frage „Quo vadis Kur und Tourismus in Bad Feilnbach“ ausführte, sei das Thema „Tourismus“ eine freiwillige Leistung und der Titel „Heilbad“ eine verpflichtende Aufgabe der Kommune, die Gelder sichere.

Als Grundlage dienen die Kurbeiträge. Zurückkommen müsse allerdings die Akzeptanz des Tourismus, auch als Zeugnis von Lebensqualität für Ort und Kommune. Angesichts der aktuellen finanziellen Lage sei es verpflichtend, Ausgaben auf den Prüfstand zu stellen. Zudem seien Toleranz und Zusammenhalt gefordert.

Zukunftsperspektiven
und Herausforderungen

Ein touristisches Leitprojekt für den Ort soll positive Effekte erzeugen, wie die Leiterin der Kur- und Gästeinformation Cornelia Weber anhand der Tourismusstrategie 2035 erläuterte. Nach Ansicht von Dr. Hans-Jürgen Eisele sollten Projekte mit Blick auf den stagnierenden Faktor Moor miteinander angegangen werden und nicht wie in der Vergangenheit in Schubladen verschwinden.

In den kommenden Monaten hat der KTV wieder lukrative Veranstaltungen mit einigen Höhepunkten für Einheimische und Gäste geplant. Dazu gehören unter anderem die „Swingende Nacht“ beim Kistlerwirt am 18. Juli, das Open-Air-Kino im Kurpark und das „Kulinarische Kino“.

Artikel 5 von 11