Tuntenhausen – Der Kulturförderverein Mangfalltal setzt auf Kontinuität mit behutsamer Erneuerung. Bei der Vorstellung des neuen Programms in der Maxlrainer Schlosswirtschaft berichtete Vorsitzender und Bürgermeister Georg Weigl von den Ergebnissen der jüngsten Jahresversammlung.
Weigl bleibt an der Spitze des Vereins. Neu ins Gremium rückt Barbara Wachter als Beisitzerin nach. Sie soll die langjährige Geschäftsführerin Gertrud Vogl unterstützen. Unbesetzt bleibt hingegen die Position des künstlerischen Leiters. Um diese Lücke zu schließen, verteilt der Verein die Aufgaben derzeit auf mehrere Schultern, darunter Sebastian Neumeyer, Norbert Zandt und Siamak Golshani. Aber: Sollten externe oder ehemalige Leiter wieder als künstlerischer Leiter tätig sein, so sind sie in Maxlrain gerne willkommen.
Trotz personeller Veränderungen sieht sich der Verein auch nach 27 Jahren gut aufgestellt. Eine grundlegende Neuausrichtung ist nicht geplant. „Wir wollen keine 180-Grad-Wende“, betonte Weigl. Stattdessen setzt der Kulturförderverein auf eine schrittweise Weiterentwicklung und eine stärkere Konzentration auf zentrale Veranstaltungsorte. So kommt in diesem Jahr das Brauereigelände Maxlrain und die „Alte Füllerei“ in der Schlossbrauerei dazu. Resi Englhart, die stellvertretende Vorsitzende, stellte dann das neue Programm vor. Englhart hob unter anderem das Zitherduo im Schloss Maxhofen am 5. Juni hervor. „Franziska Kirmaier und Sophia Schmid sind zwei junge und hochtalentierte Mädel“, sagte Englhart. Fester Programmpunkt ist seit Jahren auch der Trachten und Handwerkemarkt und das Morgentanzl im Juni. Freunde der Oper kommen beim Galakonzert der Oper am 21. Juni auf ihre Kosten und bei den Aufführungen von „Le nozze di Figaro“. Ebenfalls ein Ankerpunkt ist die Schloss-Serenade in Vagen, die schon, so Englhart, seit 35 Jahren abgehalten wird.
Viel versprechen sich die Maxlrainer von der Kleinkunstbühne, die, neu, in der „Alten Füllerei“ ihre Auftritte hat. Ein Höhepunkt ist sicher auch das große Kirchenkonzert „Paulus“ in der Katholischen Pfarrkirche Herz Jesu in Bad Feilnbach. Die Leitung hier hat wieder Andreas Hellfrisch.
Das beliebte Wirtshaussingen und der Volksmusikabend beschließen das Erwachsenenprogramm, bevor die letzte Veranstaltung des Jahres den Kindern gewidmet ist: Wurlitz, der kleine Troll kommt ins Novalishaus nach Bad Aibling. „Das glückliche Miteinander von Alt und Jung hier ist immer wieder ein Erlebnis“, betonte Gertrud Vogl voller Stolz.
Für Georg Weigl bietet der Kultursommer 2026 wieder ein ausgeglichenes Programm, bei dem sich der Verein als Motor für Kultur in der Region sieht. „Wir haben hier in den letzten Jahren viele Projekte angestoßen und zahlreiche Menschen motiviert“, hob er explizit hervor. Die nächsten Schritte für den Kulturförderverein werden die Weiterentwicklung der künstlerischen Leitungslösung und die Planung zentraler Veranstaltungsorte sein. „Nach 27 Jahren ist das auch nicht ganz verkehrt“ fügte Georg Weigl hinzu.