Bad Aibling – Im Rahmen des diesjährigen Italienaustauschs am Gymnasium Bad Aibling durften 20 Schüler der zehnten Klassen eine erlebnisreiche und unvergessliche Woche gemeinsam mit ihren italienischen Gästen des Liceo Giuseppe Mazzini in La Spezia verbringen. Dabei ging es vor allem um den persönlichen Austausch zwischen Schülern, der weit über sprachliche und kulturelle Grenzen hinausging.
Gleich am ersten Tag stand das gemeinsame Erkunden der bayerischen Geschichte auf der Herreninsel mit dem beeindruckenden Schloss Herrenchiemsee auf dem Programm. Die prunkvollen Räume und die bewegte Geschichte des Schlosses boten einen eindrucksvollen Einblick in die Zeit König Ludwigs II.
Auch ein Stadtrundgang durch die Münchener Innenstadt durfte nicht fehlen. Zwischen Marienplatz, Frauenkirche und Viktualienmarkt konnten die Gäste das Herz der Landeshauptstadt kennenlernen.
Ein besonders authentischer Einblick ergab sich während des zweitägigen Unterrichtsbesuchs: Die italienischen Austauschpartner erlebten hautnah den Schulalltag in Bayern – von Unterrichtsstunden bis hin zu Pausen und Gesprächen mit Mitschülern.
Ein weiterer Höhepunkt war der gemeinsame Ausflug nach Salzburg. Bei einer Stadtführung besichtigte die Gruppe unter anderem den imposanten Salzburger Dom, spazierte durch den Garten von Schloss Mirabell und durch die Getreidegasse vorbei an Mozarts Geburtshaus. Die historische Altstadt hinterließ bei allen einen bleibenden Eindruck.
Das Wochenende verbrachten die Gäste aus Ligurin bei ihren Gastfamilien. Diese Zeit bot die Gelegenheit, den Alltag hautnah zu erleben und persönliche Beziehungen zu vertiefen. Ein Dank galt allen Gastfamilien für ihre große Offenheit, Herzlichkeit und ihr Engagement.
Den feierlichen Abschluss bildete ein stimmungsvolles Abschiedsfest in der schuleigenen Mensa. Für Begeisterung sorgte ein Auftritt einer Schülergruppe aus verschiedenen Trachtenvereinen mit traditionellem Dirndldrehen und Schuhplatteln. Ein letzter Höhepunkt war die mitreißende Darbietung der Feilnbacher Goaßlschnalzer, die mit ihrem Können das Publikum begeisterten. Besonders charmant war, dass im Anschluss auch mutige Zuschauer selbst zur Goaßl greifen durften.
In diesem festlichen Rahmen dankte die Schulleitung allen Beteiligten – insbesondere den Gastfamilien, den beiden Begleitlehrkräften Frau Paola Colombo und Frau Luana Galli, der Fachschaft Italienisch sowie dem Förderprogramm Erasmus+ für die Kofinanzierung.
Der Italienaustausch hat einmal mehr gezeigt: Es geht nicht nur um das Kennenlernen anderer Kulturen und Schulsysteme, sondern vor allem um Begegnungen zwischen Menschen. Freundschaften sind entstanden, die Sprachbarrieren überwinden und sicherlich noch lange bestehen bleiben werden. Da ist bei allen die Vorfreude auf den Gegenbesuch im September schon jetzt riesig.