Konzept in den Händen des Ministerpräsidenten

von Redaktion

Markus Söder hört sich die Forderungen der Bürgerinitiative Brenner-Nordzulauf an

Tuntenhausen – Den Besuch von Ministerpräsident Dr. Markus Söder bei der Frühjahrswallfahrt in Tuntenhausen (wir berichteten) nutzten die Bürgerinitiativen Brenner-Nordzulauf zu einem stillen Protest und einem kurzen Gespräch mit dem Ministerpräsidenten.

Nach dem Gottesdienst in der Basilika, auf dem Weg zur Kundgebung im Gasthaus Schmid, warteten viele Menschen mit Plakaten und sorgenvollen Blicken auf den Ministerpräsidenten. Dieser nahm sich Zeit und machte einen Schlenker zu Lothar Thaler von der Bürgerinitiative Brennerdialog Rosenheimer Land. Dieser konnte ihm ein Exposé der Alternativvarianten zum Brenner-Nordzulauf übergeben. Auf die Frage Söders, ob es sich hier um eine neue Variante handle, erklärte Thaler, dass diese Überlegungen schon seit Jahren existieren und bereits im Verkehrsausschuss des Bundestages bei einer Anhörung im Oktober 2023 vorgestellt wurden. Leider, kritisierte Thaler, habe man dort nicht so richtig zugehört und die Vorschläge zur Seite gewischt.

Söder wollte interessiert Details des Konzeptes wissen. „Wir sind damit schneller, billiger und nachhaltiger. Wir sind spätestens zur Eröffnung des Brenner Basistunnels bereit, den Verkehr aufzunehmen“, sagte Thaler. Auf Söders Nachfrage bestätigte Thaler erneut, dass die bisherige Strecke mit ein paar Verbesserungen den erwarteten Mehrverkehr aufnehmen kann.

Das Konzept der Bürgerinitiative berücksichtigt die gesamte Situation im süddeutschen Raum und hat nicht nur den Fokus auf ein Einzelprojekt gerichtet. Thaler: „Damit können wir den Österreichern sagen: Macht endlich euren Tunnel fertig, wir sind bereit und warten auf euch.“

Söder nahm das Konzept mit, verabschiedete sich und ging zur Kundgebung. Lothar Thaler bedankte sich für die breite Unterstützung in Tuntenhausen, vor allem seitens des Katholischen Männervereins. ws

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