Über 200 Pilger feiern das Jubiläum

von Redaktion

40 Jahre Bittgang in Kleinhöhenrain – Große Beteiligung an 18er-Veranstaltung

Bad Aibling – Im Zeitungsartikel von 1986 stand folgender Satz: „Es war ein beeindruckendes Bild, das sich in dieser herrlichen Landschaft mit den grünen Wiesen, den noch verschneiten Bergen und der langen Schlange betender Gläubiger bot.“ Genau 40 Jahre später beschreibt dieser Satz die gleiche Situation: eine herrliche Landschaft, grüne Wiesen, verschneite Berge und eine lange Schlange von betenden Gläubigen, die von Maxhofen hinauf nach Kleinhöhenrain pilgern.

Mehr als 200 Personen sind zum Jubiläumsbittgang gekommen, darunter auch viele, die schon beim ersten Bittgang dabei waren – wie die ehemaligen 18er-Vorsitzenden Konrad Gartmeier und Richard Bonnetsmüller. Pünktlich um 9.15 Uhr setzte sich der Pilgerzug in Maxhofen in Bewegung, durch blühende Felder, vorbei an den geschmückten Kreuzweg-Bildstöcken, ins Zimmermoaster-Hölzl zum Feldkreuz, hinauf zum St.-Bartholomäus-Kirchlein.

Gedenken an
verstorbene Trachtler

Dem Kruzifix aus dem Gotteshaus in Kirchdorf folgten Hubert Stadler, 18er-Vorsitzender, und Andreas Grabichler, Vorsitzender der D‘Haunpoldler Kirchdorf, die gemeinsam den blumengeschmückten Korb mit der Kerze zum 40. Jubiläumsbittgang trugen. Oben begannen Pater Baltharaju Banda und Diakon Hubert Atzinger, musikalisch umrahmt von der Höhenrainer Blaskapelle, die heilige Messe. Bettina Meixner dirigierte die „Deutsche Messe“, welche durch den Gesang der Gottesdienstbesucher noch feierlicher klang.

In seiner kurzen Ansprache erinnerte Hubert Stadler an den Beginn des Bittganges sowie an Silvester Gartmeier und Hans Lipp, die durch ihre Initiative das Ganze erst ermöglichten. „Wir feiern 40 Jahre Bittgang. Das ist sicherlich keine grandiose runde Zahl, dennoch ist es eine sehr lange Zeit, in der konstant der Bittgang in dieser Form abgehalten wird“, so Stadler. „Aus diesem Grund haben wir eine Kerze von Maria Rudorfer anfertigen lassen. Diese hat zwei Seiten, wie vieles im Leben auch zwei Seiten hat.“ Und weiter: „Auf der Vorderseite ist das Logo der 18 Trachtenvereine des Altlandkreises Bad Aibling zu sehen und auf der Rückseite gedenken wir der verstorbenen Trachtler.“

Das Wachsbild zeigt neben dem Wappen des Altlandkreises die St.-Bartholomäus-Kirche von Kleinhöhenrain, die Stadtpfarrkirche in Bad Aibling, das Schloss Maxlrain sowie ein Feldkreuz, den Wendelstein im Hintergrund, den Mangfall-Fluss sowie eine Reihe von Blumen und grünen Zweigen. Sie alle stehen für die einzelnen Namen der Trachtenvereine der Gemeinschaft. „A unser Banner in weiß-blau is vertreten, denn a bissal Patriotismus derf scho sei“, so der Vorsitzende.

Stadler bedankte sich im Anschluss bei Pater Banda, Diakon Atzinger, dem Altardienst, der Höhenrainer Blaskapelle mit Bettina Meixner und den Trachtlern von Höhenrain und Kirchdorf. Ein besonderer Dank ging an Robert Stahuber, Vorsitzender der Höhenrainer Trachtler, und seine Frau für die große Hilfe bei der Organisation des Gottesdienstes sowie an Maria Rudorfer für das Herrichten der Kerze. Zum Abschluss lud der 18er-Vorsitzende alle Anwesenden zum 75-jährigen Bestehen am Mittwoch, 12. August, nach Feldkirchen ein. Zuvor treffen sich die 18er-Trachtler am Sonntag, 21. Juni, zum 100. Gründungsfest der Litzldorfer Trachtler, bei dem ein Bild aller 18 Fahnen gemacht werden soll. Mit dem Schlusssegen und der Bayernhymne endete der gelungene Jubiläumsbittgang.

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