Wunschkonzert zum Start ins Jubiläumsjahr

von Redaktion

Seit 170 Jahren schreibt die Musikkapelle Bad Feilnbach Kulturgeschichte. Zum Jubiläum gab es ein fulminantes Wunschkonzert, bei dem das Publikum das Programm selbst bestimmen durfte.

Bad Feilnbach – Den Auftakt des Jubiläumsjahres der Musikkapelle bildete ein besonderes Frühjahrskonzert in der voll besetzten Jenbachhalle. Den umfunktionierten Konzertsaal hatten die Stockschützen vom EC Bad Feilnbach dem stolzen Jubilar und Meister der Stimmungs- und Unterhaltungskunst zur Verfügung gestellt.

Musikalische Schmankerl
aus dem Repertoire

Nach Ansicht von Dirigent Stefan Kirchberger und seinen Musikern sowie den beiden Vorsitzenden des Musikvereins Bad Feilnbach, Vitus Reger und Sepp Stadler, sollte das Jubiläumsjahr mit einer Besonderheit starten. Vereinsmitglieder, Freunde und Liebhaber erlesener Blasmusik durften in den vergangenen Monaten das Repertoire aus beliebten Werken der vergangenen neun Frühjahrskonzerte für die Veranstaltung durchsuchen. Daraus entstand ein fulminantes Wunschkonzert mit musikalischen Schmankerln, das unzählige Publikumsherzen höherschlagen ließ und zu lang anhaltendem Beifall veranlasste.

Begeistert von Programm, Interpretationen und Inszenierungen mit technischer Unterstützung zeigten sich der stellvertretende Bezirksvorsitzende des Bezirksmusikverbands Inn-Chiemgau, Martin Grick, und die stellvertretende Bezirksjugendleiterin Barbara Obermaier. Ebenfalls anwesend waren Bürgermeister Max Singer, Pfarrer Ernst Kögler, Ehrendirigent Hans Reger, der Ehrenvorsitzende des Musikvereins Michael Kriechbaumer, Ehrenmitglieder, ehemalige Musiker sowie Abordnungen benachbarter und befreundeter Blaskapellen.

Einen Vorgeschmack auf einen verheißungsvollen Abend lieferte die 20-köpfige „Biberl-Musi“. Unter der Leitung von Barbara Obermaier bestätigte die hoffnungsvolle Zukunft der Feilnbegga Musi mit Titeln wie Transformers, Highland Cathedral, YMCA, Summer Night und anderen Lieblingskompositionen Können, Talent und Freude an der Blasmusik.

Während einer Verschnaufpause der „großen“ Musiker erhielten einige von ihnen Leistungsabzeichen. Traditionsbewusst und geprägt von gemeinschaftlichem Engagement und Freude am Musizieren präsentierten die über 40 Musiker eine aus zehn meisterhaften Werken bestehende Hitparade. Begleitende Worte zu Titeln und Komponisten fand Ansager Vitus Reger. Der Vorsitzende des Musikvereins erinnerte an das Vermächtnis von Alois Schmidt, der als Dirigent und Verfasser unzähliger Werke die Musikkapelle Bad Feilnbach prägte und ihr Ansehen förderte. Ihm zu Ehren würdigte das Ensemble unter der Leitung von Stefan Kirchberger nach einem einstimmenden „Kometenflug“ von Alexander Pfluger eine „Bergwanderung“ in sechs Sätzen. In der Beliebtheitsskala folgten der „Böhmische Wind“ von Ernst Mosch und die „Jubelklänge“ von Ernst Uebel.

Heimatverbunden entlockte nach einer Pause Michael Grimm als Solist einen meisterhaften „Bergzauber“ von Berthold Schick aus seinem Alphorn. „Gut gewählt“, meinten Zuhörer nach einem perfekten „Florentiner Marsch“ von Julian Fucik sowie einer Reise durch Oregon, komponiert von Jacob de Haan als „Fantasy for band“.

Auch in der Popmusik
sattelfest

Die Feilnbegga Musi ist in allen Stilrichtungen meisterhaft unterwegs und bestätigte ihre Qualitäten beim drittplatzierten Titel, dem Pop-Song „Viva la vida“ der Band Coldplay. Auf Platz zwei der beliebtesten Blasmusikklänge landete die Polkamelodie „Böhmische Liebe“ von Mathias Rauch. Spitzenreiter unter den „Top Ten“ war das Musical „Der König der Löwen“, arrangiert für Blasmusik von Jay Bocook. Den Heimweg antreten durften die Musiker, begleitet von reichlich Beifall, erst nach Zugaben.

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