Neubau neben Irschenberger Wallfahrtskirche

von Redaktion

Spatenstich für Errichtung des Gasthofs Wilparting mit Herzogin Anna in Bayern – Ziel für Reisende und Pilger

Der alte „Moarwirt“ wurde Anfang des Jahres abgerissen. Fotos Plettenberg

Irschenberg – Für Architekt Johannes Wegmann aus Schliersee war es am vergangenen Mittwoch ein bewegender Moment, als mit dem Spatenstich der Neubau des Gasthofs Wilparting durch das Brauhaus Tegernsee nahe an der A8 bei Irschenberg gestartet wurde. Dieser Neubau wird den vormaligen Gasthof zum Moar ersetzen. „Dieser Ort ist besonders“, stellte Wegmann mit schweifendem Blick von der Wallfahrtskirche St. Marinus und Anian über die Wiesen gen Süden zur Bergkette der Alpen fest. „Es liegt an uns, hier etwas Würdiges und Einmaliges zu schaffen.“

Für den Architekten
ist der Gasthof
eine Herausforderung

Baulich sei der neue Gasthof eine Herausforderung, wie der renommierte Architekt erklärt: „Normalerweise hat ein Bau eine Zielgruppe, die ihn nutzt. Hier sind es eine Vielzahl von Gruppen, denen man gerecht werden muss.“ Der Kirche, den Gästen, den Hochzeitsgesellschaften, den Reisenden, den Pilgern und nicht zuletzt dem Gastronomiebetrieb. Kein Wunder also, dass man mit diesem Bau im Fokus stehe. „Wir starten bei Null und werden von jedem beobachtet.“ Es müsse gelingen.

Große Freude
bei den Teilnehmern
des Spatenstichs

Herzogin Anna in Bayern, die Chefin des Herzoglich Bayerischen Brauhauses Tegernsee, brachte die positive Stimmung beim Termin auf den Punkt: „Der Optimismus, der beim Bau zu spüren ist, ist schön. Diese Hoffnung, dass wieder etwas Neues erblüht.“ Dem schloss sich der Miesbacher Landrat Olaf von Löwis an und betonte, dass dieser Termin – am vorletzten Tag seiner Amtszeit – gewissermaßen eine Krönung sei: „Ich freue mich wahnsinnig, dass das hier so gelungen ist.“

Sieben Jahre
Vorlauf finden
ihren Abschluss

Auch für Irschenbergs scheidenden Bürgermeister Klaus Meixner war es ein schöner Abschlusstermin. „Sieben Jahre beschäftigt uns dieses Thema schon“, stellte der Rathauschef im Rückblick fest und erinnerte sich an die zweite Besichtigung des Areals, bei der auch Herzogin Anna dabei war. Da habe man ihm gesagt: „Wenn sie so früh schon dabei ist, ist es ihr wichtig.“ Insgesamt sei der Neubau in Erbpacht „eine super Sache“, sagte Meixner, der für die stets gute Zusammenarbeit aller Beteiligten dankte. „Es arbeiten die richtigen Leute zusammen.“ Ein besonderes Lob bekam Architekt Wegmann: „Johannes, Du hast gute Ideen. Du bist der Richtige.“

Im Januar
2028 soll
eröffnet werden

Dominik Salzer, Immobilienverwalter des Brauhauses, fasste indes das Projekt zusammen: „Es soll ein Gasthof für die Irschenberger werden.“

Aber auch ein Ziel für Reisende und Pilger sowie eine einzigartige Location für Hochzeiten mit separatem Honeymoon-Troadkasten und Zehn-Zimmer-Gästehaus. Die Gastronomie mit klassisch bairischer Küche wird für 200 bis 250 Gäste konzipiert, dazu Biergarten, 22 Gästezimmer, zwei Konferenzräume (bis zwölf und bis 50 Teilnehmer) und ein Festsaal nebst Foyer für bis zu 200 Leute.

Die Hebauffeier ist für den Spätherbst geplant. Im Januar 2028 soll eröffnet werden.

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