Erinnern, Gedenken und Feiern

von Redaktion

Kapellenfest in der Ortsgemeinschaft Harthausen – Premiere für neue Bürgermeisterin Kirsten Hieble-Fritz

Bad Aibling – Erinnern, Gedenken und Feiern haben in der Ortsgemeinschaft Harthausen, Zell und Lohholz lange Tradition. Dazu gehört seit Errichtung ihrer Friedenskapelle im Jahre 1923 das Kapellenfest mit Gedenken an die gefallenen, vermissten und verstorbenen Weggefährten aus den beiden Weltkriegen. Den Gottesdienst zelebrierte Bad Aiblings Stadtpfarrer Philipp Kielbassa. Den würdevollen Rahmen bereicherte heuer der „Gesangverein“ Ellmosen unter der Leitung von Konrad Liebscher.

Brücke in
unsere Gegenwart

Ein buntes Bild malten Fahnen und Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren Harthausen und Mietraching sowie die Veteranen-, Soldaten- und Reservistenkameradschaft Bad Aibling und der Veteranen- und Kriegerverein Ellmosen-Harthausen beim prachtvollen Kirchenzug und anschließend an der Friedenskapelle. Dort bekundeten ihre Verbundenheit Bad Aiblings neue Bürgermeisterin Kirsten Hieble-Fritz, wieder- und neugewählte Stadträte, die ehemaligen Stadträte Erwin Kühnel und Sepp Glaser, gleichzeitig in der Funktion als Ehrenkreisbrandinspektor.

Die Stelle aus dem Johannes-Evangelium „Glaubt an mich und meinen Vater, denn ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“ wählte Stadtpfarrer Philipp Kielbassa für seine ansprechende Predigt als Brücke in unsere Gegenwart.

Seinen Worten folgend seien schlechte Worte maßgebend für Verwirrungen und Spaltungen in der Gesellschaft. Gebot sei es, auf die Worte Jesu zu hören, der jeden Menschen kennt und ihn auf den wahren Weg hin zu Gott seinem Vater als Ziel führt.

Eine gelungene Premiere meisterte Kirsten Hieble-Fritz, die seit 1. Mai das Amt als Bad Aiblings Bürgermeisterin bekleidet, mit ihrer Ansprache zum Gedenken an die Toten der beiden schrecklichen Weltkriege sowie Opfer von Terror, Gewalt und Vertreibung und weltweit geführten kriegerischen Auseinandersetzungen. Hinter jedem Namen, auch von jenen Opfern durch Terror, Gewalt und Vertreibung, Folter, Diskriminierung und anderen Gräuel an Menschen, stünden persönliche Schicksale – verbunden mit innerlichen und äußerlichen Trümmerfeldern.

Förderung
des Miteinanders

Der Auftrag hierzulande laute – mit Blick auf Ukraine, Nahen Osten, Afrika und sonstigen Brennpunkten um den Globus – Frieden, Freiheit, Demokratie und Recht in Verantwortung für die Menschen zu verteidigen. Bezugnehmend auf das Kapellenfest mit anschließendem Dorffest, gehören der Rathauschefin zufolge „Erinnern, Gedenken und Feiern“ auch zur Förderung des Miteinanders in der Gemeinschaft.

Dem kirchlichen Festakt schloss sich ein prachtvoller Festzug von der Friedenskapelle entlang der Harthauser Straße zur Festhalle beim Scherer, wo sich kleine und große Mitglieder der Ortsgemeinschaft sowie Gäste aus Bad Aibling und Umgebung vergnügliche und heitere Stunden gönnten. Stimmungsgarant war die Dreder Musi.

Artikel 1 von 11